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Vorarlberg bekommt einen neuen Hersteller von Holzbausystemen

Vorarlberg bekommt einen neuen Hersteller von Holzbausystemen.
Vorarlberg bekommt einen neuen Hersteller von Holzbausystemen. ©Parlamentsdirektion/PHOTO SIMONIS/TRIQBRIQ AG
Ein bekanntes politisches Gesicht, ein innovatives Holzbausystem und große Pläne fürs Klostertal: In Vorarlberg entsteht derzeit ein Unternehmen, das nachhaltiges Bauen neu denken will.

NEOS-Gründer Matthias Strolz hat zusammen mit weiteren Geschäftspartnern die TRIQBRIQ Vlbg GmbH gegründet – bis zum Sommer 2026 soll im Raum Bludenz-Klostertal eine eigene Produktion hochgefahren werden. Die massiven Holzbausteine von TRIQBRIQ funktionieren ohne Leim oder Metallverbindungen und sollen primär aus heimischen Hölzern gefertigt werden.

In Vorarlberg entsteht in diesen Monaten ein neuer Player im Bereich nachhaltiger Holzbausysteme. Dafür wurden kürzlich die TRIQBRIQ Vlbg GmbH bzw. die TRIQBRIQ AT GmbH mit Sitz in Klösterle gegründet. Operativ tätig wird unterdessen die TRIQBRIQ Vlbg GmbH.

TRIQBRIQ stammt ursprünglich aus Deutschland und hat kürzlich den Deutschen Nachhaltigkeitspreis im Bereich Ressourcen gewonnen. Das junge Unternehmen hat massive Holzbausteine entwickelt, die flexibel und modular – ohne Leim oder Metallverbindungen – für die Errichtung von Gebäuden verwendet werden. Die deutsche TRIQBRIQ AG ist in der Folge auch Lizenzgeberin und Miteigentümerin bei der TRIQBRIQ AT GmbH.

Neos-Gründer Matthias Strolz als einer der Gründer

Hinter dem Unternehmen in Vorarlberg stehen gleich mehrere Gesellschafter bzw. Investoren aus der Region. Das wohl bekannteste Gesicht ist Neos-Gründer Matthias Strolz (Jg. 1973), der bei TRIQBRIQ als geschäftsführender Gesellschafter tätig ist. An seiner Seite steht als Geschäftsführerin Julia Reihs, die unter anderem das Unternehmen LumisLignum in Klösterle führt. Insgesamt gibt es rund zehn Mitgesellschafter.

Strolz erklärte auf wpa-Anfrage, dass TRIQBRIQ durch die Holzbausteine konsequent auf Kreislaufwirtschaft und Rückbaubarkeit ausgerichtet sei. Das Vorarlberger Unternehmen diene als regional verankerte Produktions- und Umsetzungsgesellschaft. "Der Fokus liegt dabei auf der Verarbeitung heimischer Hölzer sowie auf einer industriell skalierbaren Fertigung, die sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Aspekte des modernen Holzbaus adressiert." Verwenden könne man die Holzbausteine neben dem klassischen Hochbau auch für serielle Bauvorhaben, Nachverdichtung und gewerbliche Anwendungen.

Regionale Wertschöpfung stärken

Mit der Ansiedlung in Vorarlberg bzw. im Klostertal habe man sich bewusst für eine Region mit starker Holzbautradition, hoher Ingenieurskompetenz und internationaler Sichtbarkeit im nachhaltigen Bauen entschieden. "Unser Ziel ist es, regionale Wertschöpfungsketten zu stärken und zugleich innovative Holzbaulösungen überregional verfügbar zu machen", so Strolz. Das zeige sich auch in der Gesellschafterstruktur.

Produktion startet im Sommer 2026

Matthias Strolz und Julia Reihs verantworten die strategische Ausrichtung sowie den operativen Aufbau. Bis zum Sommer 2026 soll in Vorarlberg im Raum Bludenz-Klostertal die erste Produktion in Österreich in Betrieb gehen. Dafür würden gegenwärtig gerade die konkreten Vorbereitungen laufen, so Strolz. Danach sollen in den kommenden Jahren weitere Standorte in verschiedenen Bundesländern folgen.

(wpa/gübi)

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