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Vorarlberg blüht: Fünf Frühlings-Wanderungen

Wenn Krokusse sprießen und die Wiesen im Rheintal bunt werden, ist die perfekte Zeit für eine Frühlingswanderung. Fünf besonders schöne Touren in Vorarlberg – von der Rheinmündung bis ins Montafon.

Der Frühling zeigt sich in Vorarlberg jedes Jahr von seiner eindrucksvollsten Seite: blühende Wiesen im Rheintal, erste Krokusse auf den Almen und klare Sicht auf noch schneebedeckte Gipfel. Wer jetzt unterwegs ist, erlebt die Natur in einer ruhigen Phase – noch bevor der große Sommeransturm beginnt.

Hier sind fünf besonders empfehlenswerte Wanderungen für den Frühling – abwechslungsreich, gut erreichbar und landschaftlich beeindruckend.

1. Lagunenrundweg im Rheindelta (Fußach)

©Katharina Fa/Vorarlberg Tourismus

Der rund 4,7 Kilometer lange Rundweg führt von Fußach zur Rheinmündung in den Bodensee – durch eine der artenreichsten Auenlandschaften Vorarlbergs. Das Rheindelta steht seit 1947 unter Schutz und ist Teil des Natura-2000-Netzwerks.

Im Frühling rasten hier Tausende Wasservögel, seltene Schmetterlinge sind zu sehen, und in den Flachwasserzonen finden Fische ideale Laichplätze.

Start und Ziel: Fußach, In der Schanz
Länge: 4,7 Kilometer
Dauer: ca. 1,3 Stunden
Besonderheit: Vogelbeobachtung und weite Seelandschaft

2. Auwälder am Alten Rhein (Hohenems)

©Agnes Amman/Vorarlberg Tourismus

Vom Zollamt Hohenems führt ein rund 4,8 Kilometer langer Spaziergang entlang des Alten Rheins durch einen der letzten ursprünglichen Auwälder im unteren Rheintal.

Amphibien, Vögel, Käfer und seltene Pflanzen finden hier ideale Bedingungen. Besonders im Frühling ist das Naturerlebnis intensiv – Vogelgesang, frisches Grün und der Duft feuchter Walderde prägen das Bild.

Start und Ziel: Zollamt Hohenems
Länge: 4,8 Kilometer
Dauer: ca. 1,2 Stunden
Besonderheit: Ursprüngliche Aulandschaft

3. Quelltuff-Rundweg in Lingenau

©Agnes Amman/Vorarlberg Tourismus

Ein besonderes Naturphänomen erwartet Wanderer in Lingenau: der Quelltuff. Über moosbewachsene Kalkterrassen rinnt Wasser unablässig talwärts und bildet dabei bizarre Sinterformen wie Vorhänge und Baldachine.

Der Rundweg ist rund 2,45 Kilometer lang und in etwa 1,5 Stunden zu bewältigen. Wer mehr Zeit mitbringt, kann die Tour über Egg-Großdorf deutlich verlängern.

Start und Ziel: Parkplatz Hallenbad Lingenau
Länge: 2,45 Kilometer
Dauer: ca. 1,5 Stunden
Besonderheit: Eindrucksvolle Kalkformationen

4. Moorlandschaft Rossbad bei Krumbach

©Klaus Riedl/Gemeinde Krumbach

Die rund 10,38 Kilometer lange Wanderung über das Rossbad im Naturpark Nagelfluhkette führt durch eine ökologisch besonders wertvolle Moorlandschaft.

Torfmoose, Wollgras und sogar fleischfressende Pflanzen prägen das Gebiet. Moore speichern große Mengen Wasser und leisten einen wichtigen Beitrag zur natürlichen Trinkwasserreinigung.

Start und Ziel: Dorfplatz Krumbach
Länge: 10,38 Kilometer
Dauer: ca. 3,3 Stunden
Besonderheit: Seltene Moorpflanzen

5. Muttersberg-Runde bei Bludenz

©Melanie Fleisch/Bludenz Tourismus

Mit der Muttersbergbahn geht es in wenigen Minuten hinauf in die alpine Frühlingslandschaft über Bludenz. Die rund 5,71 Kilometer lange Runde führt östlich der Bergstation durch sonnige Föhrenwälder und über offene Wiesen.

Der Blick reicht auf Rätikon, Verwall, Churfirsten und ins Große Walsertal. Besonders im Mai, wenn auf den Gipfeln noch Schnee liegt und im Tal bereits alles blüht, zeigt sich hier der Kontrast zwischen Winter und Frühling.

Start und Ziel: Talstation Muttersbergbahn
Länge: 5,71 Kilometer
Dauer: ca. 2,5 Stunden
Besonderheit: Weitblick auf mehrere Gebirgszüge

Frühling ist die ideale Wanderzeit

Viele dieser Routen liegen auf moderater Höhe und sind bereits ab März oder April gut begehbar – abhängig von der Schneelage. Der Vorteil: weniger Betrieb als in den Sommermonaten und intensive Naturerlebnisse.

(VOL.AT)

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