Vorarlberg ist Schlusslicht bei Umstellung auf Biobetriebe
Das Land erklärte vor rund fünf Jahren das Ziel, die Zahl der Biobetriebe bis 2020 zu verdoppeln. Dieses Ziel scheint jedoch nicht mehr erreichbar zu sein. Vorarlberg ist österreichtweit immer noch das Schlusslicht bei der Umstellung.
Im Ländle gebe es hauptsächlich Milchbauern. Die Umstellung auf Bio sei für sie mit einem deutlich größeren Aufwand verbunden, betont der Leiter der Abteilung Landwirtschaft im Amt der Landesregierung Günter Osl gegenüber dem ORF Vorarlberg. Die Umstellung brauche zwei Jahre, denn die Landwirte müssten Felder, Futter und Ställe umstellen.
Ländliche Struktur bei Umstellung Problem
Laut Osl sei die ländliche Struktur bei der Umstellung ein Problem. Die kleineren Sennereien müssten einen Parallelbetrieb aufbauen. Dies sei mit zusätzlichen Kosten verbunden. Verkauft ein Bauer seine Milch anderweitig, fehle sie in der Sennerei. Alle Landwirte einer Sennerei müssten umstellen, was unrealistisch sei.
Das Land Vorarlberg fördert die Umstellung auf Bio. 35.000 Euro wurden im Vorjahr an 34 Betriebe ausgezahlt. Die Biobauern bewirtschaften im Land rund 15 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen.
(Red.)