Vorarlberg: "Röhre" sorgt für Diskussionen
Von Marlies Mohr (VN)
Die Auslastung der MRT-Geräte in den Landeskrankenhäusern liegt zwischen 90 und 100 Prozent. Das geht aus einer Anfragebeantwortung von Gesundheitslandesrat Christian Bernhard an den Landtagsabgeordneten der Neos, Daniel Matt, hervor. Dieser hatte das kaum genutzte MRT-Gerät im Stadtspital als Sinnbild einer unkoordinierten Gesundheitspolitik des Landes bezeichnet. Bernhard hingegen verteidigt Kauf und Standorte.
Acht MRT-Geräte in Vorarlberg
In Vorarlberg gibt es insgesamt acht MRT-Geräte, jeweils vier in Krankenhäusern und vier im niedergelassenen Sektor. Außer dem MRT in Rankweil wurden alle Geräte gekauft. Jenes in Rankweil wird nach dem Benutzerprinzip betrieben. Kosten fallen also nur bei Benutzung an.
Tatsächlich ist das MRT in Rankweil nur an drei bis vier Tagen pro Woche aktiv. „Das eigene MRT-Gerät vermeidet einen belastenden Transport sowie Kosten für extramurale Dienstleister“, rechtfertigt Christian Bernhard die Anschaffung. Das einzige durchgehend betriebene Gerät steht im LKH Feldkirch. Jenes im LKH Bregenz ist an fünf Tagen pro Woche in Betrieb. In Dornbirn stand das MRT von Juni bis November 2018 durchschnittlich 4,1 Tage zur Verfügung.
Auslagerungen
2017 wurden an den Krankenhäusern knapp 10.400 MRT-Untersuchungen durchgeführt, für heuer weist die Statistik knapp 9800 aus. Die meisten fielen in Feldkirch an, die wenigsten in Dornbirn. Es mussten auch Untersuchungen ausgelagert werden, etwa wegen Störung, Service oder Umbau. Die Kosten dafür beliefen sich auf 182.000 Euro.
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