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Vorarlberger Bauern wählen ihre Standesvertretung

Landwirtschaftskammer-Präsident Josef Moosbrugger.
Landwirtschaftskammer-Präsident Josef Moosbrugger. ©NEUE/Hartinger
Von 21. Februar bis 6. März wählen Vorarlbergs Bauern ihre Standesvertretung. Der Bauernbund rund um LWK-Präsident Moosbrugger geht als Favorit ins Rennen – die FPÖ-Bauern mit Robert Blum wollen Boden gutmachen.

In Vorarlberg wählen die Bauern von 21. Februar bis 6. März ihre Vertreter zur Vollversammlung der Landwirtschaftskammer (LWK). Beim ÖVP-Bauernbund stellt sich neuerlich LWK-Präsident Josef Moosbrugger zur Wahl, gefolgt von den Vizepräsidentinnen Andrea Schwarzmann (Sektion Land- und Forstwirte) und Elisa Schlachter (Sektion Dienstnehmer). Bei der FPÖ hofft Spitzenkandidat Robert Blum auf Stimmenzugewinne. Wieder wird ausschließlich per Briefwahl gewählt.

Bereits nächste Woche werden die Wahlunterlagen verschickt, beide teilnehmenden Gruppierungen – Bauernbund sowie Freiheitliche und unabhängige Bauern – haben sich bei Pressekonferenzen diese Woche präsentiert. Bis 12. Jänner konnten Wahlvorschläge eingebracht werden. In der Sektion der Land- und Forstwirte sind 14, in jener der Dienstnehmer fünf Sitze zu vergeben, zusammen bilden die Mitglieder beider Sektionen die Vollversammlung. Diese muss sich binnen drei Wochen nach der Landwirtschaftskammerwahl konstituieren und aus ihrer Mitte den Präsidenten, den ersten Vizepräsidenten aus der Sektion Land- und Forstwirte sowie den zweiten Vizepräsidenten aus der Dienstnehmersektion wählen.

Ergebnis steht am 7. März fest

Zum Stichtag 1. September zählte die Sektion Land- und Forstwirte 12.882 Mitglieder, jene der Dienstnehmer 1749. Der ausgefüllte Stimmzettel muss bis spätestens 6. März, 18.00 Uhr, bei der Wahlkommission einlangen. Als Auszählungstag wurde der 7. März festgelegt, im Anschluss wird das Ergebnis bekanntgegeben. Die Landwirtschaftskammer appellierte an die Bauern, sich an der Wahl zu beteiligen. Nur so sei eine starke Vertretung möglich.

Bauernbund traditionell dominant

Bei der vergangenen Wahl 2021 hatte die ÖVP ihre Dominanz ausgebaut: Der Bauernbund legte in beiden Wahlkörpern auf je rund 80 Prozent Stimmenanteil zu und verfügt daher derzeit über 16 der 19 Mandate. Die "Freiheitlichen und unabhängigen Bauern", einzige Konkurrenz, verloren unter Robert Blum, der 2021 erstmals als Spitzenkandidat angetreten war, ein Mandat. Diesmal will die FPÖ wieder zugewinnen. Man stehe für "weniger Bürokratie, faire Einkommen, verpflichtende Herkunftskennzeichnung und Schutz des bäuerlichen Eigentums", so Landtagsabgeordneter Blum, und zwar "nicht nur in schönen Sonntagsreden".

Der Bauernbund tritt heuer unter dem Motto "Klare Haltung. Starke Vertretung." an. Die Leistungen der bäuerlichen Betriebe – Versorgung mit Lebensmitteln und Energie – gewinnen laut Moosbrugger verstärkt an Bedeutung. "Längst ist nicht allen bewusst, wie wichtig das ist und wie gefordert wir auf europäischer, nationaler und Landesebene sind, um all das für die Zukunft abzusichern. Es ist ein ständiges Ringen um praktikable Rahmenbedingungen, ein angemessenes Einkommen und echte Zukunftsperspektiven für unsere land- und forstwirtschaftlichen Familienbetriebe – im Sinne aller", betonte Moosbrugger. Moosbrugger amtiert seit 1999, seit Mai 2008 ist er auch Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich.

(APA)

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