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Vorarlberger Lehmbau-Unternehmen muss zusperren

Vorarlberger Lehmbau-Unternehmen muss schließen.
Vorarlberger Lehmbau-Unternehmen muss schließen. ©Hartinger
Eigentlich wollte ein bekanntes Vorarlberger Lehmbau-Unternehmen über ein Sanierungsverfahren zurück in die Spur finden. Doch statt der Rettung ordnete das Landesgericht Feldkirch nun die sofortige Schließung an.

Keine unternehmerische Zukunft

Für das in wirtschaftliche Schieflage geratene Lehmbau-Unternehmen von Martin Falger (Jg. 1974) aus Blons (Firmenname lutum) gibt es keine unternehmerische Zukunft. Anstatt wie beabsichtigt in ein Sanierungsverfahren zu gehen, wurde vom Landesgericht Feldkirch jetzt die Schließung des Unternehmens angeordnet. Das geht aus der Insolvenzdatei hervor.

Nathaniel Heinritz, der Leiter des KSV1870 Vorarlberg, erklärte auf wpa-Nachfrage, dass Masseverwalter Bernd Widerin festgestellt habe, dass der Unternehmer über keine aufrechte Gewerbeberechtigung verfüge.

Da es sich beim Lehmputzer in Österreich ab einer bestimmten Größenordnung um ein reglementiertes Gewerbe mit Befähigungsnachweis handle, sei eine Fortführung durch Falger ohne Befähigungsnachweis nicht möglich. Weil der Befähigungsnachweis offenbar auch nicht zeitnah erbracht werden könne, sei die Schließung des Unternehmens unabwendbar.

Die Grüne Wirtschaft zu Besuch beim "Lehmbau-Kollektiv"

Martin Falger betreibt das Lehmputz-Unternehmen seit 2011. Er hielt dabei auch Vorträge über Lehmputz, etwa für Schülerinnen und Schüler der HTL Rankweil. Die Grüne Wirtschaft Vorarlberg hat im Oktober 2024 einer Baustelle mehrerer Lehmbau-Unternehmen, darunter auch lutum, einen Besuch abgestattet. Danach gab es dazu einen Bericht auf der Internetseite der Grünen Wirtschaft mit dem DDR-nostalgisch anmutenden Titel "Zu Besuch beim Lehmbau-Kollektiv."

wpa/gübi

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