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Vorarlberger lieben ihr Auto – aber ohne große Emotionen

Vorarlberger sind Österreichs nüchternste Autofahrer. ©CANVA (Symbolbild)

Die Beziehung der Vorarlberger:innen zu ihrem Auto ist pragmatisch.

Eine aktuelle Helvetia-Kfz-Studie zeigt: Im Bundesländervergleich sind sie am wenigsten stolz auf ihr Fahrzeug, sehen sich aber als besonders sichere Autofahr.

Sicherheit steht an erster Stelle

Für die meisten Vorarlberger ist das Auto vor allem eines: ein Fortbewegungsmittel. Emotionale Bindung oder Statusdenken spielen dagegen eine vergleichsweise geringe Rolle. Das geht aus der aktuellen Kfz-Studie der Helvetia Versicherung hervor, die das Mobilitätsverhalten in Österreich untersucht hat.

Besonders deutlich wird das beim Thema Sicherheit. 99 Prozent der Befragten aus Vorarlberg geben an, sich im Auto immer anzuschnallen. Damit liegt das Bundesland deutlich über dem österreichweiten Durchschnitt von 93 Prozent. Gleichzeitig bezeichnen sich 94 Prozent selbst als sichere Autofahrer – ebenfalls ein Wert über dem Österreichschnitt.

Wenig Eitelkeit rund ums eigene Fahrzeug

Während österreichweit 69 Prozent stolz auf ihr Auto sind, trifft das in Vorarlberg lediglich auf 55 Prozent zu. Das ist der niedrigste Wert aller Bundesländer. Auch die Vorstellung, dass das eigene Fahrzeug die eigene Persönlichkeit widerspiegelt, findet im Westen Österreichs vergleichsweise wenig Anklang: Nur 19 Prozent stimmen dieser Aussage zu – österreichweit sind es 40 Prozent.

Passend dazu geben lediglich zwölf Prozent ihrem Auto einen Kosenamen. Im Österreichschnitt sind es 19 Prozent.

Keine Konkurrenz in der Partnerschaft

Auffällig fällt auch das Selbstbild im Vergleich zum Partner aus. Zwar halten sich 94 Prozent der Vorarlberger für sichere Autofahrer, doch nur 35 Prozent glauben, besser Auto zu fahren als der eigene Partner. Österreichweit vertreten 57 Prozent diese Ansicht. Auch das ist der niedrigste Wert im Bundesländervergleich.

Das Auto wird gerne geteilt

Beim Umgang mit dem eigenen Fahrzeug zeigen sich die Vorarlberger vergleichsweise entspannt. Nur 22 Prozent möchten nicht, dass andere Personen ihr Auto benutzen – österreichweit liegt dieser Wert bei 49 Prozent.

Ganz ohne Regeln geht es dennoch nicht: 78 Prozent stören sich daran, wenn Mitfahrer das Auto schlecht behandeln, etwa Türen zuschlagen, Müll hinterlassen oder mit schmutzigen Schuhen einsteigen. Beim Essen und Trinken im Fahrzeug reagieren 49 Prozent empfindlich.

Rückzugsort – aber keine große Liebesgeschichte

Für 27 Prozent dient das Auto bewusst als Rückzugsort, um kurz allein zu sein oder Ruhe zu finden. Damit bewegt sich Vorarlberg nahezu exakt im Österreichschnitt.

Eine weitere Besonderheit zeigt sich bei einer eher privaten Frage der Studie: 43 Prozent der Vorarlberger geben an, bereits einmal Sex im Auto gehabt zu haben. Auch dieser Wert ist der niedrigste unter allen Bundesländern. Österreichweit liegt der Anteil bei 50 Prozent.

Fakten im Überblick

  • 55 % sind stolz auf ihr Auto (Österreich: 69 %)
  • 99 % schnallen sich immer an (Österreich: 93 %)
  • 94 % halten sich für sichere Autofahrer
  • 35 % glauben, besser zu fahren als der eigene Partner (Österreich: 57 %)
  • 22 % möchten ihr Auto nur ungern verleihen (Österreich: 49 %)
  • 19 % sehen das Auto als Ausdruck ihrer Persönlichkeit (Österreich: 40 %)
  • 12 % geben ihrem Auto einen Kosenamen (Österreich: 19 %)
  • 43 % hatten bereits Sex im Auto (Österreich: 50 %)

(VOL.AT)

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