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Vorarlberger radeln nach Indien: Die "Spätzletour"

Strobel/VOL.AT
Strobel/VOL.AT
Sie kennen die Welt, lieben das Abenteuer und haben sich ein außergewöhnliches Ziel gesetzt: Samuel Summer und Johannes Lins radeln von Vorarlberg bis nach Indien. Doch warum nehmen die beiden diese Strapazen auf sich – und was haben Kässpätzle mit ihrer Reise zu tun?

Vorarlberger Kässpätzle worldwide

15.000 Kilometer auf dem Fahrrad, ein Jahr unterwegs und ein Ziel, das weit über das Abenteuer hinausgeht: Johannes Lins und Samuel Summer haben einen außergewöhnlichen Plan. Im Videointerview sprechen die beiden über ihre Motivation, die Herausforderungen entlang der Route und warum die Reise den Namen "Spätzletour" trägt.

Routenplanung

Los geht es am 6. September 2026. Von Frastanz aus wollen Johannes "Jojo" Lins und Samuel "Samy" Summer in Richtung Indien aufbrechen. Die geplante Route führt über den Westbalkan, die Türkei und Zentralasien bis auf den indischen Subkontinent.

Rund 15.000 Kilometer sollen dabei zusammenkommen. "Je nach Routenplanung werden es vermutlich sogar noch etwas mehr", sagt Summer. Ein ganzes Jahr wollen die beiden dafür auf dem Fahrrad verbringen.

"Krisensicheres Team"

Dass eine solche Reise nicht nur körperlich, sondern auch menschlich funktionieren muss, haben die beiden bereits getestet. Im vergangenen Sommer waren sie einen Monat lang gemeinsam mit dem Fahrrad durch Osteuropa unterwegs. Geschlafen wurde im selben Zelt, gegessen wurde gemeinsam, jeder Tag miteinander verbracht. "Man merkt relativ schnell, ob das sozial funktioniert oder nicht", sagt Summer. Größere Konflikte habe es dabei allerdings nicht gegeben. "Wir bezeichnen uns seitdem als krisensicheres Team."

Die beiden bei der 2025er-Tour von Warna in Bulgarien nach Wien. ©ZVG/VOL.AT

Sicherheit geht vor

Die geplante Route führt durch einige Regionen, die immer wieder im Fokus internationaler Schlagzeilen stehen. Daher verfolgen die beiden die politische Lage laufend und stehen mit erfahrenen Radreisenden sowie lokalen Kontakten in Verbindung.

"Unsere Sicherheit hat die oberste Priorität. Das haben wir unseren Müttern versprochen", sagt Lins schmunzelnd. Sollte eine Region als unsicher gelten, werde die Route entsprechend angepasst. "Wenn es keinen Sinn macht, dann macht es keinen Sinn."

Gefahren wird mit reiner Muskelkraft, E-Bikes gibt es hier nicht. Hier wird gerade ein Pass bezwungen auf einer der vergangenen Touren. ©ZVG/VOL.AT

Warum die Tour "Spätzletour" heißt

Die beiden haben ihrer Tour einen Namen gegeben: "Spätzletour". Der ungewöhnliche Name hat einen typisch Vorarlberger Hintergrund. Neben einem Spendenziel und der Ankunft in Indien verfolgen die beiden noch ein weiteres Vorhaben. In möglichst vielen Ländern wollen sie mit lokalen Zutaten Vorarlberger Käsknöpfle kochen. "Als Vorarlberger liebt man natürlich Käsknöpfle." Ob Bergkäse aus dem Ländle oder regionale Alternativen aus Zentralasien – gekocht wird mit dem, was vor Ort verfügbar ist. Die beiden sprechen dabei augenzwinkernd von einem inoffiziellen Weltrekordversuch.

100.000 Euro für die Bildung

Der eigentliche Grund für die Reise liegt jedoch Tausende Kilometer von Indien entfernt. 2023 arbeiteten Lins und Summer bei einem Bildungsprojekt im Senegal mit. Die Erfahrungen dort hätten beide nachhaltig geprägt. "Wir haben gesehen, da möchten wir mehr damit machen", erzählt Summer. Gemeinsam mit dem Dornbirner Verein "Wissen macht stark" sammeln die beiden deshalb Spenden für ein Bildungsprojekt vor Ort. Das Ziel: 100.000 Euro. "Alles, was gespendet wird, geht zu 100 Prozent ins Projekt", betonen die beiden.

Spenden kann man über die Homepage der beiden:

www.spaetzletour.at

Vor Ort beim Bildungsprojekt im Senegal. Die Dornbirner Initiative "Wissen macht stark" auf den Westen. ©ZVG/Strobel
Die beiden bei der Arbeit am Projekt im Jahr 2023. ©ZVG/Strobekl

(VOL.AT)

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