Vorarlbergs Berge leuchten: Sonnwendfeuer im ganzen Land
Wenn rund um die Sommersonnenwende die Dunkelheit einsetzt, erhellen in Vorarlberg wieder zahlreiche Feuer die Berghänge, Anhöhen und Wiesen. Die Tradition der Sonnwendfeuer wird seit Jahrhunderten gepflegt und zählt zu den bekanntesten Brauchtumsveranstaltungen des Frühsommers.
Die Feuer stehen symbolisch für Licht, Fruchtbarkeit und den Beginn der warmen Jahreszeit. Heute steht vor allem das gemeinsame Feiern im Mittelpunkt. Viele Vereine, Gemeinden, Bergbahnen und Tourismusorganisationen verbinden die Sonnwend mit Musik, Kulinarik und geselligem Beisammensein.
Zahlreiche Sonnwendfeiern im ganzen Land
Von Lech bis Lochau, von Schoppernau bis Gaschurn: In nahezu allen Regionen Vorarlbergs laden Vereine, Bergbahnen, Gemeinden und Tourismusorganisationen zu Sonnwendfeiern ein. Die meisten Veranstaltungen finden am Samstag, 20. Juni, statt.
Übersicht von Sonnwendveranstaltungen
Wetter entscheidet mit
Viele Sonnwendfeuer finden nur bei trockener Witterung statt. Besucher sollten sich daher vor der Anreise über die aktuellen Informationen der jeweiligen Veranstalter informieren. Besonders bei Bergfeuern können Wetterlage und Waldbrandgefahr kurzfristig zu Änderungen führen.
Zahlreiche Veranstaltungen finden unter anderem in Andelsbuch, Bizau, Brand, Bürserberg, Feldkirch, Gargellen, Gaschurn, Klösterle, Lech, Lochau, Schoppernau, Schröcken und Silbertal statt. Viele Feiern beginnen bereits am frühen Abend, die Bergfeuer werden meist nach Einbruch der Dunkelheit entzündet.
Sonnwendfeuer: Tradition und Geschichte
Das Sonnwendfeuer ist ein alter Brauch zur Sommersonnenwende. Es markiert den längsten Tag und die kürzeste Nacht des Jahres und steht symbolisch für Licht, Sonne, Schutz und Erneuerung.
Woher stammt das Sonnwendfeuer?
Die Ursprünge reichen in vorchristliche Zeit zurück. In vielen Regionen Europas wurden zur Sonnenwende Feuer entzündet, um die Kraft der Sonne zu feiern, Schutz zu erbitten und Fruchtbarkeit für Felder, Menschen und Tiere zu symbolisieren.
Warum nennt man es auch Johannisfeuer?
Mit der Christianisierung wurde der alte Brauch mit dem Johannistag am 24. Juni verbunden. Deshalb werden Sonnwendfeuer in vielen Gegenden auch Johannisfeuer genannt.
Welche Bedeutung hat das Feuer?
Das Feuer steht für den Sieg des Lichts über die Dunkelheit. Früher sollte es böse Geister vertreiben, Krankheiten abwehren und Segen für die kommende Ernte bringen.
Welche Rituale gehören dazu?
Typisch sind Bergfeuer, gemeinsames Feiern, das Springen über kleinere Feuer und das Sammeln von Heilkräutern wie Johanniskraut. In den Alpen werden zur Sonnwende oft ganze Berghänge erleuchtet.
(VOL.AT)