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Waldfriedhöfe in Feldkirch und Bregenz geplant

Neue Ruhestätte im Einklang mit der Natur
Neue Ruhestätte im Einklang mit der Natur ©APA
In Feldkirch-Tosters eröffnet am Donnerstag der erste Bestattungswald Vorarlbergs, der ausschließlich von regionalen Partnern getragen wird. Ein weiterer Standort am Gebhardsberg in Bregenz ist bereits in Planung.

Ein stiller Ort der Erinnerung im Wald

Feldkirch – Immer mehr Menschen wünschen sich eine letzte Ruhestätte im Einklang mit der Natur. Diesem Bedürfnis kommt nun ein neues Angebot nach: In Feldkirch-Tosters wird am Donnerstagnachmittag der "Wald des Friedens" eröffnet – ein Waldfriedhof, wie es ihn in dieser Form in Vorarlberg bislang noch nicht gegeben hat.

Was ihn besonders macht: Der Friedwald wird ausschließlich von heimischen Partnern getragen. Träger sind das Ethik-&-Umwelt-Krematorium Hohenems, die Agrargemeinschaft Tosters sowie alle Bestattungsunternehmen des Landes. Das sei in dieser Konstellation einzigartig, heißt es in einer Aussendung des Krematoriums.

Beisetzung an den Wurzeln eines Baumes

Die Idee ist einfach und berührend zugleich: Die Asche der Verstorbenen wird in biologisch abbaubaren Urnen am Fuß ausgewählter Bäume beigesetzt. Grabsteine oder bauliche Eingriffe gibt es keine – der Wald bleibt naturbelassen. Statt eines klassischen Friedhofs entsteht so ein Ort der Ruhe, der sich harmonisch in die Landschaft einfügt.

Besonders einfühlsam ist auch ein eigener Bereich für sogenannte "Sternenkinder" vorgesehen – für Kinder, die vor, während oder kurz nach der Geburt versterben.

Kein Vorsorgevertrag nötig

Ein entscheidender Vorteil des "Wald des Friedens": Für eine Beisetzung ist kein Vorsorgevertrag notwendig. "Man kann ohne Reservierung zum Vorarlberger Bestatter gehen und sich dann einen Baum aussuchen", erklärt Claus Kergl vom Krematorium Hohenems. Bei anderen Betreibern können oft im Voraus Bäume reserviert werden.

Nächster Standort

Doch der Waldfriedhof in Tosters soll nicht der einzige bleiben. Auch in Bregenz ist ein solcher Bestattungswald geplant – konkret am Gebhardsberg. Die Verträge mit der Stadt Bregenz seien bereits vor etwa zwei Wochen unterzeichnet worden, so Kergl. Die Eröffnung sei für Februar oder März 2026 geplant.

Ein Wandel im Umgang mit dem Tod

Die Entwicklung zeigt: Die Nachfrage nach alternativen, naturnahen Bestattungsformen nimmt auch in Vorarlberg deutlich zu. Waldfriedhöfe bieten einen würdevollen, ruhigen Ort des Gedenkens – und treffen damit offenbar den Nerv der Zeit.

(VOL.AT)

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