Warnung vom Wildpark Feldkirch: Unbekannte bringen Tiere in Lebensgefahr
Nach einem Zwischenfall im Wildpark Feldkirch sind mehrere Zauneidechsen aus ihrem Gehege entkommen. Die Tiere dürften in freier Natur kaum Überlebenschancen haben.
Video: Mit diesen Problemen hat der Wildpark nun zu kämpfen
Unklar, wie es zum Vorfall kam
Wie der Wildpark mitteilt, wurden die Tiere aus ihrem Außenterrarium gelassen – "ohne Rücksprache" und ohne Wissen über die Folgen für die Tiere. "Man hat eine Wurzel aus dem Gehege ragen lassen und die Eidechsen sind entflohen", sagt Betriebsleiter Christian Ammann im Interview.
"Werden in freier Natur nicht überleben"
Für die Tiere habe das Eingreifen schwerwiegende Konsequenzen. "Leider Gottes werden die Zauneidechsen in freier Natur nicht überleben", so Ammann. Es handle sich um Zuchttiere, die nicht an ein Leben außerhalb des geschützten Geheges angepasst seien.
Zudem drohe zusätzliche Gefahr durch andere Arten: "Die Zauneidechse ist im Ardetzenberg stark von der Mauereidechse gefährdet, weil die Mauereidechse die Zauneidechse tötet oder sogar frisst."
Großer Aufwand für Ersatz
Der Verlust trifft den Wildpark auch organisatorisch. Neue Tiere zu beschaffen sei schwierig: "Für uns ist es ein riesengroßer Aufwand, wieder solche Zuchttiere zu finden", erklärt Ammann.
Die Zauneidechse werde bewusst im Wildpark gehalten, da sie eine heimische Art in Vorarlberg sei – im Gegensatz zur Mauereidechse, die sich bereits in Teilen des Landes ausbreitet.
Appell an Besucher und Eltern
Der Wildpark richtet einen klaren Appell an Besucher: Tiere sollen nicht angefasst oder aus Gehegen genommen werden. "Bitte lasst die Tiere dort, wo sie hingehören", heißt es im Social-Media-Beitrag.
Auch Eltern werden angesprochen: Kinder sollten im Wildpark entsprechend aufgeklärt und beaufsichtigt werden. Wichtig sei zudem, Abstand zu den Gehegen zu halten, damit die Tiere keinen Stress erleiden.
(VOL.AT)