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Warum "420" längst mehr als nur ein Kiffer-Code ist

420 (ausgesprochen "four-twenty") ist ein internationaler Code-Begriff der Cannabis-Kultur, der für den Konsum, die Kultur und den 20. April als inoffiziellen Feiertag steht.
420 (ausgesprochen "four-twenty") ist ein internationaler Code-Begriff der Cannabis-Kultur, der für den Konsum, die Kultur und den 20. April als inoffiziellen Feiertag steht. ©CANVA
Am 20. April ("420") feiert die Cannabisszene weltweit ihren inoffiziellen Feiertag. Auch in Vorarlberg ist Cannabis längst Alltag – vor allem bei Jüngeren. Die Zahlen zeigen: Konsum ist verbreitet, aber meist gelegentlich.

Ein Tag, der mehr ist als ein Insidercode

Für viele ist der 20. April einfach ein Datum. Für andere ein Symbol. "420" steht längst nicht mehr nur für einen Joint am Nachmittag. Der Tag ist zu einem Mix aus Szene-Treffen, politischer Botschaft und öffentlicher Debatte geworden. Auch hierzulande taucht das Thema jedes Jahr rund um dieses Datum wieder verstärkt auf.

Vorarlberg: Cannabis ist angekommen

Aktuelle Auswertungen von Abwasserdaten zeigen: In Vorarlberg ist Cannabis die mit Abstand am häufigsten konsumierte illegale Droge. Umgerechnet landen täglich mehrere Kilogramm reines THC im System – über das Jahr hinweg ergibt das eine zweistellige Tonnenmenge an konsumiertem Cannabis.

Auffällig ist dabei die Verteilung: In Städten wie Dornbirn oder Bregenz wird deutlich mehr konsumiert als in ländlichen Regionen. Ein klassisches Stadt-Land-Gefälle also.

Vor allem ein Thema der Jungen

Cannabis wird in Österreich – und damit auch in Vorarlberg – vor allem von Jugendlichen und jungen Erwachsenen konsumiert. Viele probieren es aus, einige bleiben gelegentliche Nutzer. Der Großteil steigt aber nicht in einen regelmäßigen Konsum ein.

Gleichzeitig gibt es eine kleinere Gruppe, bei der der Umgang problematischer wird. Genau dort liegt auch der Fokus von Prävention und Gesundheitspolitik.

Kein großer Boom – aber neue Risiken

Die Daten zeigen seit Jahren ein relativ stabiles Niveau. Was sich aber verändert, ist das Produkt selbst. Neben klassischem Gras spielen Haschisch, Öle oder essbare Produkte eine größere Rolle. Dazu kommen immer wieder Berichte über verunreinigte Ware oder synthetische Cannabinoide.

Das macht die Lage schwerer einschätzbar – und potenziell riskanter.

Zwischen Verbot und Realität

Österreich bleibt beim Thema Cannabis deutlich strenger als etwa Deutschland. Gleichzeitig ist der Konsum in der Gesellschaft angekommen – auch in Vorarlberg.

(VOL.AT)

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