Warum das Café im LKH Feldkirch seit einem Jahr geschlossen ist
Auf einmal steht man vor einer verschlossenen Tür. Wer den langen Gang im LKH Feldkirch entlanggeht, der mit seinen vielen Kakteen und Palmen an einen botanischen Garten erinnert, und kurz vor dem Treppenaufgang zum Anmeldebereich nach rechts blickt, wundert sich.
Regelmäßige Besucher des Spitals wissen: Hinter der verriegelten Tür befand sich einst das Café Oase. Es wurde 1992 mit dem Bau des Mehrzweckgebäudes eröffnet und seither von wechselnden Pächtern betrieben.
Im Café konnten Mitarbeiter, Besucher und Patienten einen frischen Cappuccino trinken, ein Stück Torte essen oder einen Apfelsaft genießen. Warum ist das seit geraumer Zeit nicht mehr möglich?
Sinkende Umsatzzahlen
"Das Café Oase musste vor allem wegen Personalmangels und sinkender Umsätze seit 2023 immer wieder vorübergehend schließen", heißt es auf Anfrage von der Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft (KHBG). Bereits vor der Corona-Pandemie seien die Umsätze rückläufig gewesen und hätten sich seither nicht mehr erholt.
Trotz angepasster Öffnungszeiten und eines erweiterten Angebots hätten die Betreiber das Café nicht mehr wirtschaftlich führen können. Die Konsequenz: Seit Sommer 2025 ist das Café dauerhaft geschlossen.
Kein Nachfolger gesucht
Laut KHBG wurde der Pachtvertrag einvernehmlich aufgelöst, ein Nachfolger wird nicht gesucht. Stattdessen soll die Fläche künftig anderweitig genutzt werden. Bedarf bestehe unter anderem an Arbeits- und medizinischen Behandlungsflächen. Fest steht jedenfalls: Das Café bleibt dauerhaft geschlossen.
Die Betreibergesellschaft des Spitals verweist auf zwei weitere Möglichkeiten, sich vor Ort zu verpflegen: den „Kiosk Ost“ und den „Kiosk West“. Letzterer sei auch mit Sitzgelegenheiten in Form von Café-Tischen ausgestattet.
Kein Bedarf mehr für Café
Generell sei es in Krankenhäusern schwierig, einen Betreiber für ein Café zu finden. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Patienten betrage weniger als drei Tage, Tendenz sinkend. „Der Bedarf eines Cafés ist in rentablem Ausmaß nicht mehr gegeben.“
(VOL.AT/Rausch)