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Warum die WM-Reise für Österreichs Rollhockey-Team teuer wird

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Die WM-Teilnahme ist fix. Trotzdem sucht Österreichs Rollhockey-Team Unterstützung, weil der sportliche Erfolg für die Spieler teuer wird.

Der sportliche Erfolg war ein Meilenstein für den österreichischen Rollhockeysport. Bei den World Skate Games 2024 im italienischen Novara krönte sich das Nationalteam zum Weltmeister der dritten Kategorie und schaffte damit den Aufstieg in die nächsthöhere Klasse. Für die Mannschaft eröffnet sich damit die Chance, sich im Oktober bei der Weltmeisterschaft in Asunción in Paraguay mit stärkeren Gegnern zu messen.

Doch genau dieser nächste Schritt bringt auch eine enorme finanzielle Herausforderung mit sich.

Das Finale 2024 gewann Österreich mit 7:3 gegen Uruguay. ©Novara2024

Der größte Gegner sitzt derzeit nicht auf dem Spielfeld

Unter dem Titel "Ein Team, ein Traum – und eine riesige Hürde" hat das Nationalteam eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. Das Ziel: Geld zu sammeln, um die finanzielle Belastung für die Spieler zu reduzieren. Zum aktuellen Zeitpunkt sind 635 Euro zusammengekommen.

"Der Erfolg aus 2024 ist für uns als Team eine große Motivation – und gleichzeitig Ansporn, uns auch 2026 in Asunción im Rollhockey auf noch höherem sportlichen Niveau zu beweisen und Österreich bestmöglich zu vertreten", schreibt die Mannschaft auf ihrer Spendenplattform.

40.000 Euro für den Traum von Paraguay

Daniel Zehrer vom RHC Wolfurt, selbst Teil des Nationalteams, schildert die Situation offen.

Auch diesmal wird die richtige Taktik entscheidend sein. ©Novara2024

"Es gibt einen Verband, der uns natürlich auch unterstützt. Die Sparte Rollhockey ist aber sehr klein, es gibt auch nur Vereine in Vorarlberg, deshalb fällt auch die Unterstützung recht klein aus."

Tatsächlich stammt das gesamte österreichische Nationalteam aus Vorarlberg, genauer gesagt von Spielern des RHC Wolfurt und des RHC Dornbirn. Während andere Sportarten auf breite Strukturen und größere Budgets zurückgreifen können, muss Rollhockey kleinere Brötchen backen.

Die Reise nach Südamerika stellt die Mannschaft deshalb vor enorme Herausforderungen.

"Für den gesamten Aufwand rechnen wir mit rund 40.000 Euro. Wir sind zwölf oder 13 Personen, zehn Spieler und zwei bis drei Betreuer, die für zwei Wochen nach Paraguay reisen. Natürlich ist jedem klar, dass wir einen Teil selber bezahlen müssen. Es macht aber einen Unterschied, ob jeder von uns 2500 Euro oder 1200 Euro aus eigener Tasche bezahlen muss", sagt Zehrer.

Gegen starke Nationen bestehen

Sportlich blickt das Team der Herausforderung mit großer Vorfreude entgegen. Nach dem Aufstieg spielt Österreich künftig in der zweiten Kategorie. "In Kategorie eins spielen nur Vollprofi-Mannschaften. In Kategorie zwei sind eigentlich nur Amateurteams wie wir", erklärt Zehrer.

Die Zielsetzung ist klar formuliert: Österreich möchte sich in der neuen Klasse behaupten. "Unser Ziel ist es, nicht wieder in Kategorie drei abzusteigen und gegen die eine oder andere Nation zu gewinnen."

Mögliche Gegner sind unter anderem Australien, Brasilien, die Schweiz, Deutschland oder England. Für die Vorarlberger Spieler wäre es die Gelegenheit, sich auf einer deutlich größeren Bühne mit internationalen Teams zu messen.

Das österreichische Nationalteam besteht nur aus Vorarlbergern. ©Novara2024

Ein kleiner Sport mit großen Ambitionen

Der Weltmeistertitel von Novara hat gezeigt, was in dieser Mannschaft steckt. Der Aufstieg war das Ergebnis jahrelanger Arbeit, zahlreicher Trainingsstunden und großer Leidenschaft für eine Sportart, die in Österreich nur eine kleine Öffentlichkeit erreicht.

Nun steht das Team vor einer ungewöhnlichen Situation: Sportlich hat es sich für die nächste Stufe qualifiziert. Finanziell muss es sich den Weg dorthin erst noch erkämpfen.

Jede Spende soll helfen, den Traum von Paraguay ein Stück realistischer werden zu lassen. Denn für die Spieler geht es nicht nur um eine Reise ans andere Ende der Welt. Es geht um die Chance, den größten Erfolg ihrer bisherigen Laufbahn fortzusetzen und Österreich auf internationaler Bühne zu vertreten.

(VOL.AT)

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