Die gut gemeinte Hilfe schadet Enten und Schwänen erheblich und stört das natürliche Ökosystem der Gewässer.
Warum Brotfütterung schadet
Brotreste enthalten keinerlei wichtige Nährstoffe für Wasservögel und wirken wie ungesundes Fastfood für den Menschen auf deren Organismus. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass ungeeignete Nahrung das Abwehrsystem schwächt und verschiedene Krankheiten verursacht. Bei Jungtieren kann das sogenannte Engelsflügel-Syndrom auftreten, eine schwerwiegende Entwicklungsstörung.
Gesundheitsrisiken durch verdorbene Nahrung
Verschimmeltes Brot führt bei Vögeln zu gefährlichen Vergiftungserscheinungen. Nicht verzehrte Brotstücke verrotten in den Gewässern und begünstigen übermäßiges Algenwachstum. Zusätzlich werden Ratten angelockt, die einheimische Tierarten bedrängen. Tierpfleger Alfred Kofler erklärt, dass aus wohlmeinender Fürsorge eine ernsthafte Gefahr für das komplette Ökosystem entsteht und regelmäßig Tiere mit Folgeschäden behandelt werden müssen.
Natürliche Versorgung ist ausreichend
Die Wasservögel an Vorarlbergs Gewässern und besonders am Bodensee ernähren sich selbstständig und finden in gesunden Gewässern ausreichend natürliche Nahrungsquellen. Experten für Natur- und Tierschutz betonen diese Selbstversorgungsfähigkeit der Tiere. Alfred Kofler möchte niemanden anklagen, da viele Menschen unwissend handeln, jedoch könne echte Tierliebe durch Verhaltensänderung gezeigt werden, sobald die schädlichen Auswirkungen verstanden werden.
Weitere Probleme durch Fütterung
Das Umweltinstitut Vorarlberg weist darauf hin, dass Fütterungen große Vogelgruppen anziehen, was zu verstärkter Konkurrenz und aggressivem Verhalten gegenüber Artgenossen führt. Gleichzeitig wird die Verbreitung von Krankheitserregern wie der Vogelgrippe und Parasiten gefördert. Der Tierschutzverein fordert die Aufstellung von Hinweistafeln an Gewässern, um das Bewusstsein für angemessene Fütterungspraktiken zu stärken.
(VOL.AT)