Mit gerade einmal 16 Jahren verlässt Felix Gort seine Heimat und schlägt ein neues Kapitel auf. Der frühere Nachwuchsspieler der Austria Lustenau blickt auf einen besonderen Weg zurück und spricht über Abschied, Dankbarkeit und seine nächsten Ziele.
Mit seinen ersten Ballkontakten auf den Plätzen der Austria Lustenau begann für Felix Gort eine Reise, die nun den nächsten großen Meilenstein erreicht.
Der 16-Jährige verlässt Vorarlberg und wechselt in den Nachwuchs des VfB Stuttgart. Für den talentierten Fußballer geht damit ein lang gehegter Traum in Erfüllung.
Die ersten Schritte führten über Lustenau
Auch wenn der nächste Abschnitt seiner Karriere nun in Deutschland beginnt, vergisst Gort seine Wurzeln nicht. Seine ersten Erfahrungen im Fußball sammelte er beim SC Austria Lustenau. An diese Zeit denkt er bis heute gerne zurück.
„Die ersten Erfahrungen im Fußball, die ich bei der Austria gemacht habe, bedeuten mir sehr viel. Dafür werde ich dem Verein immer sehr dankbar sein und mich gerne an diese Zeit zurückerinnern“, sagt Gort.
Nach seiner Zeit in Lustenau entwickelte sich der Defensivspieler in der Akademie Vorarlberg kontinuierlich weiter. Parallel dazu machte er auch auf internationaler Ebene auf sich aufmerksam und absolvierte bereits 13 Einsätze für Österreichs Nachwuchsnationalteams.
„Für Österreich spielen zu dürfen, ist natürlich immer etwas Besonderes. Sich auf internationaler Bühne präsentieren zu können und solche Erfahrungen in jungen Jahren zu machen, ist ein Privileg und hilft mir vor allem für die Zukunft extrem weiter", meint der 16-Jährige.
Warum die Wahl auf Stuttgart fiel
Die Entscheidung für den VfB Stuttgart fiel laut Gort schnell. Ausschlaggebend seien nicht nur die sportlichen Perspektiven gewesen, sondern das gesamte Umfeld.
„Die Menschen, die Infrastruktur und allgemein die Rahmenbedingungen, die der VfB Stuttgart vor allem im Jugendbereich mitbringt, könnten kaum besser sein. Deshalb fiel uns die Entscheidung auch ziemlich leicht und wir haben uns schnell für den VfB entschieden", so Gort.
Für den 16-Jährigen bedeutet der Wechsel allerdings nicht nur sportlich eine große Veränderung. Er wird erstmals seine Heimat verlassen und künftig fernab seiner Familie leben.
„Natürlich ist es ein großer Schritt, mit 16 Jahren von zu Hause wegzugehen. Aber ich weiß, dass sich in Stuttgart sehr gut um mich gekümmert wird und ich mir um fehlende Unterstützung von zu Hause keine Sorgen machen muss", freut er sich auf das nächste Kapitel seiner jungen Karriere.
Klare Ziele für die erste Saison
An Ehrgeiz mangelt es dem Nachwuchsnationalspieler nicht. Für seine erste Saison in Stuttgart hat er sich konkrete Ziele gesetzt.
„Mein Ziel ist es natürlich, so schnell wie möglich in der neuen Mannschaft anzukommen und Stammspieler zu werden. Ich werde mein Bestes geben, um dieses Ziel zu erreichen. Das Mannschaftsziel ist es, wie letztes Jahr die U17 Bundesliga in Deutschland zu gewinnen", gibt sich der 16-Jährige selbstbewusst.
Dabei weiß Gort genau, wem er seinen bisherigen Weg zu verdanken hat.
„Ganz besonders möchte ich meinen Eltern danken. Sie waren immer an meiner Seite und haben mich unterstützt, wo es nur ging. Aber nicht nur meinen Eltern, sondern auch meiner ganzen Verwandtschaft, meinen Freunden und Trainern, die mich auf meinem bisherigen Weg begleitet haben, gilt ein riesiges Dankeschön.“
Eine Botschaft an den Austria Nachwuchs
Für jene Kinder und Jugendlichen, die selbst von einer Profikarriere träumen, hat Gort einen einfachen Rat.
„Das Wichtigste ist, nie den Spaß am Fußballspielen zu verlieren und Werte wie Dankbarkeit, Demut und Disziplin zu leben, um sich auf und neben dem Fußballplatz weiterzuentwickeln.“
Vor kurzem wurde Gort vom ÖFB in den Perspektivspielerlehrgang einberufen. Von 26. bis 29. Juli wird er gemeinsam mit 34 anderen Nachwuchstalenten der Jahrgänge 2008 bis 2011, darunter mit Felix Schertler, Fabio Ebner und Louai Saleh drei weitere Vorarlberger, am ÖFB-Campus in Wien unter Teamchef Ralf Rangnick trainieren.
(VOL.AT)