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Warum junge Kochtalente aus Vorarlberg freiwillig an ihre Grenzen gehen

Strobel/VOL.AT
Strobel/VOL.AT ©Vlnr. Fernando Berehr, Vera Ilic, Tristsn Ledermüller, Manuel Micheli, René Pienz,Elias Sinz
Warum gehen junge Kochtalente aus Vorarlberg die sogenannte "Extrameile" und opfern dafür Zeit und Geld? Dieser Frage ist VOL.AT in Lochau nachgegangen. Ein kulinarischer Einblick.

Kochen unter Hochdruck

In der Landesberufsschule Lochau wurde es am Freitag heiß – und das nicht nur wegen der Herde. Beim praktischen Prüfungsteil des "Junior Masterchef" mussten Nachwuchsköche aus Vorarlberg ihr Können vor einer Fachjury unter Beweis stellen. Bewertet wurden dabei Geschmack, Kreativität, neue Techniken und sauberes Arbeiten. Was das ist und was die Motivation der Jungköche ist, hat VOL.AT im Videobeitrag zusammengefasst.

"Junior Masterchef ist eine Zusatzausbildung für junge, talentierte Köche", erklärt Mentor und Coach Dennis Brunner. Teilnehmen können Lehrlinge im zweiten oder dritten Lehrjahr sowie ausgelernte Jungköche. Ziel sei es, das Wissen aus der Ausbildung zu vertiefen und sich intensiv mit modernen Küchentechniken auseinanderzusetzen.

"Geschmack ist ganz wichtig"

Die Anforderungen bei der Prüfung sind hoch. Neben handwerklichem Können achtet die Jury vor allem darauf, wie kreativ die Teilnehmer arbeiten und wie sie ihre Gerichte präsentieren. "Geschmack ist ganz, ganz wichtig", betont Mike Pansi, der zugleich Obmann der Fachgruppe Gastronomie in der Wirtschaftskammer Vorarlberg ist. Gleichzeitig spiele auch Hygiene eine entscheidende Rolle. "Umso sauberer der Platz ist und alles gut strukturiert ist, umso mehr Punkte kann man bekommen."

Die Jury vor einem Teil der Gerichte der Jungköche. ©Strobel/VOL.AT

Die Anspannung war in der Küche deutlich spürbar. Hoch konzentriert arbeiteten die Teilnehmer an ihren Gerichten, richteten Teller an und präsentierten ihre Kreationen schließlich der Jury.

Regionale Produkte im Mittelpunkt

Viele der Nachwuchsköche setzten bewusst auf regionale Zutaten und arbeiteten mit Vorarlberger Produzenten zusammen. Teilnehmer René Pienz aus Bregenz, der aktuell im Burgrestaurant Gebhardsberg arbeitet, präsentierte unter anderem eine Wasserbüffel-Variante. Fernando Bargehr, der im "Hirschen" in Schwarzenberg kocht, servierte hingegen eine Klostertaler Pekingente.

Die Vorarlberger Pekingente und ein Dessert vom Heu, inspiriert von Fernando Bargehr. ©Strobel/VOL.AT
In der Küche wurde ordentlich Gas gegeben. ©Strobel/VOL.AT

Für viele Teilnehmer war der "Junior Masterchef" vor allem eine persönliche Herausforderung. "Der JMC hat mir gezeigt, was eigentlich in der Jugend steckt, was wir leisten können", sagt René Pienz. Die intensive Vorbereitung habe viel Zeit, Energie und auch Freizeit gekostet – umso größer sei die Erleichterung nach der Prüfung gewesen.

Am Ende konnten sich alle sechs Teilnehmer über die Auszeichnung freuen. Für sie habe sich der zusätzliche Aufwand definitiv gelohnt. VOL.AT gratuliert herzlich.

(VOL.AT)

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