In Hard am Bodensee häufen sich derzeit die Hinweise auf fehlende Mistkübel im Ortsgebiet. Besonders rund um den Industriehafen, den Härdleweg oder auch beim Schlössle berichten Bürger, dass öffentliche Abfalleimer verschwunden sind. VOL.AT hat sich vor Ort umgesehen und kennt des Rätsels Lösung.
Eindrücke vor Ort
Bei einem Lokalaugenschein zeigt sich ein uneinheitliches Bild: Während an manchen Stellen noch Mistkübel stehen, fehlen sie nur wenige Meter weiter. Teilweise erinnern nur noch Mulden im Boden daran, dass hier früher einmal Abfallbehälter montiert waren. Gleichzeitig findet sich in einigen Bereichen Müll im angrenzenden Grünraum. Menschen vor Ort berichten zudem, dass nicht nur Mülleimer fehlen, sondern auch die Tüten für den Hundekot – was die Situation zusätzlich verschärft.
Gemeinde nennt Arbeitnehmerschutz als Grund
Auf Anfrage erklärt die Gemeinde Hard, dass es sich um eine geplante Umstellung handelt. Hintergrund sei ein Projekt zum Arbeitnehmerschutz. "Um die Gesundheit unserer Mitarbeiter bestmöglich zu schützen, werden die bisherigen 120-Liter-Mülleimer schrittweise durch kleinere 60-Liter-Behälter ersetzt", heißt es. Im Zuge dieser Maßnahme seien auch Anzahl und Standorte der Mistkübel überprüft und teilweise angepasst worden. Ziel sei es weiterhin, eine ausreichende Versorgung sicherzustellen.
Kritik an Umsetzung bleibt
Konkret verweist die Gemeinde etwa auf den Bereich Industriehafendamm. Dort würden entlang des Zugangswegs drei Mistkübel zur Verfügung stehen. Da der Weg üblicherweise in beide Richtungen genutzt werde, sei eine Entsorgung jederzeit möglich. Die neuen Mistkübel werden laut Gemeinde selbst finanziert und kosten rund 79 Euro pro Stück.
Mit Blick auf die bevorstehende warme Jahreszeit, in der sich wieder deutlich mehr Menschen am Wasser aufhalten, wird die Situation von vielen kritisch gesehen. Bereits jetzt findet sich in einigen Bereichen Müll in der Natur, da die gewohnten Mülleimer fehlen.
(VOL.AT)