Schwerer Schlag für das Hypomeeting in Götzis: Mit Anna Hall-Slayton fehlt ausgerechnet die aktuell stärkste Siebenkämpferin der Welt. Die US-Amerikanerin, die 2025 in Götzis triumphierte, hat ihre Teilnahme für die 51. Auflage kurzfristig abgesagt.
Die Nachricht erreichte die Veranstalter erst vor Kurzem. Damit verliert das traditionsreiche Mehrkampf-Meeting eines seiner größten Zugpferde.
Hall-Slayton hatte sich im vergangenen Jahr eindrucksvoll zurückgemeldet. Nach längerer Verletzungspause gelang ihr in Götzis ein Comeback, das in die Geschichte einging: 7032 Punkte bedeuteten die zweitbeste je erzielte Leistung im Siebenkampf.
"Ich will nur mein Bestes zeigen"
In dieser Saison allerdings zieht die Weltmeisterin die Reißleine. Sie fühle sich noch nicht bereit, über zwei Tage hinweg ihr volles Leistungsvermögen abzurufen. Für Hall-Slayton ist ein Start in Götzis untrennbar mit einem Anspruch verbunden: absolute Topform.
"Leider werde ich heuer nicht beim Hypomeeting in Götzis starten. Es ist mein Lieblingsmeeting auf der ganzen Welt, aber heuer hat es einfach nicht gepasst. Ich möchte dem Publikum in Götzis niemals weniger als meine Bestleistung zeigen. Es ist eine schwierige, aber richtige Entscheidung, heuer vorsichtig zu sein. Götzis hat mir gezeigt, wozu ich fähig bin, wenn ich glücklich und zu hundert Prozent gesund bin. Mein Team und ich müssen das um jeden Preis schützen", schreibt die 25-Jährige.
"Nachdem ich 2024 auf die harte Tour lernen musste, habe ich mir versprochen, diesmal auf meinen Körper zu hören. Ich freue mich darauf, 2027 nach Götzis zurückzukehren, im Zuge unserer zweijährigen Vorbereitung zur Titelverteidigung bei der WM in Peking und mit Blick auf einen Podestplatz bei den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles. Es bricht mir das Herz, heuer nicht bei euch sein zu können. Danke für euer Verständnis und die anhaltende Unterstützung auf dieser besonderen Reise. Und viel Glück allen, die starten!", erklärte Hall-Slayton weiter und kündigt ihr Götzis-Comeback 2027 an.
Fokus auf Gesundheit und große Ziele
Nach ihrer Verletzungsgeschichte will sie nichts überstürzen. Der Blick richtet sich bereits auf die kommenden Großereignisse.
Für die Fans in Götzis bleibt damit vorerst nur die Erinnerung an einen Ausnahme-Wettkampf im Vorjahr. Und die Hoffnung, dass die Ausnahmekönnerin 2027 tatsächlich zurückkehrt – dann womöglich wieder in Bestform.
(VOL.AT)