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Weniger Papier, mehr Service: Neues Online-Portal geht an den Start

Vorarlberg startet neues Serviceportal für Bürger und Unternehmen ©VLK Serra

Vorarlberg startet am 30. Juni das neue Serviceportal mein.vorarlberg.at.

Bürger und Unternehmen können dort erste Förderungen, Betriebsanlagenverfahren und weitere Verwaltungsleistungen digital beantragen, den Bearbeitungsstand online verfolgen und Unterlagen papierlos nachreichen.

Zentraler Zugang zu digitalen Behördenservices

Mit mein.vorarlberg.at geht das Land Vorarlberg einen weiteren Schritt in Richtung digitaler Verwaltung. Das neue Serviceportal bündelt künftig Verwaltungsleistungen an einer zentralen Stelle und soll Behördengänge einfacher, schneller und transparenter machen. Anträge können unabhängig von Öffnungszeiten online eingebracht werden, der aktuelle Verfahrensstand ist jederzeit abrufbar. Auch fehlende Unterlagen lassen sich unkompliziert digital nachreichen.

"Wir starten mit einer Lösung, die für wichtige Zielgruppen echten Nutzen schafft", sagt Landeshauptmann Markus Wallner. "Schritt für Schritt wächst das Portal mit seinen Nutzerinnen und Nutzern."

27 digitale Funktionen zum Start

Zum Start umfasst das Angebot insgesamt 27 digitale Funktionen. Dazu zählen:

  • 20 Förderservices,
  • sechs Verfahren im Bereich Betriebsanlagen,
  • sowie die Online-Terminvereinbarung für die Bezirkshauptmannschaften.

Nach Angaben des Landes werden bestehende digitale Angebote nach und nach in das neue Portal integriert. Ziel sei es, langfristig sämtliche digitalen Verwaltungsleistungen an einer Stelle bereitzustellen.

Unternehmen testeten das Portal vorab

Vor dem offiziellen Start wurde das Serviceportal gemeinsam mit Nutzern entwickelt. Zwölf Unternehmen testeten im Rahmen eines Pilotprojekts das digitale Betriebsanlagenverfahren. Das Feedback floss laut Land direkt in die Weiterentwicklung ein.

"Wir haben bewusst auf einen iterativen Ansatz gesetzt: Pilotieren, Feedback einholen, verbessern und dann ausrollen", erklärt Martina Bechter von der Verwaltungsinnovation und Organisationsentwicklung. Dadurch werde das Portal praxisnah und benutzerfreundlich weiterentwickelt.

Auch Wolfgang Sila, Unternehmensberater und einer der Tester, zieht eine positive Bilanz: "Das Land Vorarlberg hat mit mein.vorarlberg.at eine Plattform geschaffen, die echten Nutzen bringt. Alles, was Verfahren einfacher, schneller und digitaler macht, hilft."

Weniger Papier, mehr Automatisierung

Nach Angaben des Landes profitieren nicht nur Bürger und Unternehmen von der Digitalisierung. Auch innerhalb der Verwaltung sollen zahlreiche Arbeitsschritte automatisiert werden. Anträge werden direkt in die Aktenverwaltung übernommen, nachgereichte Dokumente automatisch dem jeweiligen Verfahren zugeordnet. Dadurch sollen Fehler reduziert und Bearbeitungszeiten verkürzt werden.

"Das Serviceportal leistet einen konkreten Beitrag zum Bürokratieabbau und zu einer modernen, serviceorientierten Verwaltung", betont Landeshauptmann Wallner.

Weitere Funktionen bereits geplant

Bereits ab Herbst 2026 soll das Portal um zusätzliche Funktionen erweitert werden. Geplant sind unter anderem die Anmeldung mittels ID Austria sowie ein digitaler Postausgang. Ab 2027 ist zudem eine Anbindung an das Unternehmensserviceportal (USP) vorgesehen. Perspektivisch arbeitet das Land außerdem an KI-Funktionen und der Umsetzung des sogenannten Once-Only-Prinzips, wonach bereits bekannte Daten künftig nicht mehrfach eingereicht werden müssen.

(VOL.AT)

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