In bestimmten Fällen können sie jedoch zu einem tiermedizinischen Notfall werden. Experten raten deshalb, typische Symptome zu kennen und rasch richtig zu reagieren.
So kommt es zu einem Wespenstich
Hunde schnappen häufig nach fliegenden Insekten oder beschnuppern diese neugierig. Auch wenn eine Wespe am Boden sitzt und versehentlich mit der Pfote berührt wird, kann sie zustechen. Eine weitere Gefahr besteht beim Fressen oder Trinken im Freien, wenn ein Insekt unbemerkt aufgenommen wird.
Um das Risiko zu verringern, empfehlen Experten, Futter im Freien nicht offen stehen zu lassen und Hunden das Schnappen nach Insekten möglichst abzugewöhnen. Entdeckte Wespennester sollten ausschließlich von Fachleuten entfernt werden.
Welche Symptome auftreten können
Nicht immer wird ein Stich direkt bemerkt. Hinweise können sein, dass der Hund humpelt, eine bestimmte Körperstelle intensiv beleckt oder benagt oder den Kopf an den Pfoten reibt. Typische Anzeichen eines Wespenstichs sind zudem:
- Rötungen an der Einstichstelle
- Schwellungen
- Schmerzreaktionen bei Berührung
- Unruhe oder verändertes Verhalten
In den meisten Fällen klingen die Beschwerden nach einiger Zeit wieder ab.
Wann ein Wespenstich gefährlich wird
Besonders kritisch sind Stiche im Maul-, Hals- oder Kopfbereich. Dort können Schwellungen die Atemwege beeinträchtigen. Warnzeichen sind Würgen, Röcheln, starke Schwellungen oder Atembeschwerden. Gefährlich wird es auch bei einer allergischen Reaktion. Mögliche Symptome sind:
- Quaddeln auf der Haut (Nesselsucht)
- Schluckbeschwerden
- Schwindel oder Benommenheit
- Kreislaufprobleme
- Atemnot
In solchen Fällen sollte umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden. Auch mehrere Stiche gleichzeitig können problematisch sein, da der Körper mit einer größeren Menge Insektengift belastet wird.
Erste Hilfe nach einem Stich
Experten empfehlen folgende Maßnahmen:
- Ruhe bewahren und den Hund beruhigen
- Sichtbare Stachel vorsichtig entfernen
- Die betroffene Stelle möglichst rasch kühlen
- Bei Schwellungen oder Beschwerden den Hund beobachten
Zeigen sich Atemprobleme, starke Schwellungen im Kopf- oder Halsbereich oder Anzeichen einer allergischen Reaktion, ist sofort tierärztliche Hilfe notwendig.
Allergien können sich erst entwickeln
Tierärzte weisen darauf hin, dass eine Allergie gegen Insektengift häufig erst nach einem ersten Kontakt entsteht. Selbst wenn ein früherer Stich ohne größere Folgen verlaufen ist, können spätere Stiche deutlich stärkere Reaktionen auslösen.
Nach Angaben von Tiermedizinern zählen Bienen- und Wespenstiche zu den häufigsten Auslösern allergischer Reaktionen bei Hunden. Für besonders gefährdete Tiere können vorbeugende Maßnahmen wie eine Immuntherapie infrage kommen.
(VOL.AT)