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Widerstand gegen Gastro-Pläne am Bregenzer Seeufer wächst

Molo im Fokus: Bürger kritisieren Pläne der Stadt
Molo im Fokus: Bürger kritisieren Pläne der Stadt ©APA
In Bregenz regt sich Protest gegen neue Gastro-Projekte am See: Bürger kritisieren die zunehmende Kommerzialisierung.

Kritik an "schleichender Verbauung"

In Bregenz formiert sich Widerstand gegen die zunehmende Nutzung öffentlicher Seeuferflächen durch Gastronomiebetriebe. Auslöser ist unter anderem eine bereits bestehende Prosecco-Bar am Fischersteg, die nach Ansicht von Kritikern große Teile der Promenade mit privaten Liegestühlen belegt.

Die Gegner sprechen von einer "schleichenden Verbauung" und warnen vor einer Entwicklung, bei der öffentliche Flächen zunehmend kommerziell genutzt werden. Detlef Schiener kritisiert: "Die Stadt opfert unsere letzten freien Flächen der Gastronomie. Wenn wir jetzt nicht einschreiten, wird das Bregenzer Seeufer bald nur noch für zahlende Gäste zugänglich sein."

Molo im Fokus der Debatte

Besonders im Zentrum der Kritik steht das Molo – für viele Bregenzerinnen und Bregenzer ein Ort ohne Konsumzwang, oft als "Wohnzimmer im Freien" bezeichnet. Genau dort plant die Stadtführung laut Aussendung die Errichtung eines Cafés.

Kritiker sehen darin einen Eingriff in einen der letzten frei zugänglichen Aufenthaltsorte direkt am Bodensee. Das Molo habe eine besondere soziale Funktion, weil er allen offenstehe – unabhängig davon, ob jemand konsumiert oder nicht.

Verweis auf Gesetze und Leitlinien

Die Gegner der Pläne argumentieren auch rechtlich. Sie verweisen auf den Vorarlberger Uferschutz sowie den Seeufer-Leitfaden der Stadt aus dem Jahr 2022. Beide würden den freien Zugang zum See und den Erhalt des Landschaftsbildes priorisieren.

Am Beispiel des Fischerstegs zeige sich bereits, wie eine "Salamitaktik" funktioniere: Schrittweise werde öffentlicher Raum durch private Nutzung eingeschränkt, etwa durch Bestuhlung, die die Promenade verengt.

(VOL.AT)

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