Wie ein außergewöhnlicher Thunfisch plötzlich auf einer Bregenzer Restaurantterrasse landete
Ein rund zwei Meter langer und 40 Kilogramm schwerer Gelbflossen-Thunfisch auf einer Restaurantterrasse in Bregenz: Ein ungewöhnlicher Anblick. Wie der Fisch dorthin kam und warum ausgerechnet dieses Exemplar präsentiert wurde.
Was vor dem Lokal zu sehen war
Mittwochabend, 17:30 Uhr, auf der Terrasse des Tutto Bene: Eine Metallwanne voller Eis steht bereit. Mehrere Mitarbeiter tragen kurz darauf einen rund zwei Meter langen und etwa 40 Kilogramm schweren Gelbflossen-Thunfisch nach draußen und betten ihn auf das Eis. Garniert mit Zitronen, Limetten und Weinflaschen bietet er einen ungewöhnlichen Anblick.
Seit März betreibt Franc Dumitraskovic das Tutto Bene mit Pizza und mediterranen Spezialitäten im Heidelberger Fass in der Kirchstraße. Der Gastronom bezeichnet den Fisch aus dem Indischen Ozean als etwas Besonderes. "Das ist auf jeden Fall eine Sensation. Das kriegt man sehr selten."
Die Idee dazu sei laut Dumitraskovic spontan entstanden, nachdem ihn Metro-Vertreter Christian Kaiser kontaktiert hatte. "Das war für mich einfach die Überlegung, für Bregenz was zu machen", so der Gastronom. "Ein wunderschönes Tier", meint er. "Ich liebe Fische."
Selbst für Metro keine Alltagsware
Dass ein Fisch dieser Größe in einem Restaurant landet, ist alles andere als alltäglich. "Absolut nicht", sagt Metro-Vertreter Christian Kaiser.
Der Gelbflossen-Thunfisch war zuvor bei einem Metro-Markttag gemeinsam mit weiteren außergewöhnlichen Fischen, darunter auch einem Papageienfisch, ausgestellt. Dort habe sich die Frage gestellt, welcher Gastronom mit einem solchen Exemplar etwas anfangen könne. Kaiser habe dabei sofort an Attila Bogdan und Franc Dumitraskovic gedacht und sie kontaktiert.
Eigentlich sei zunächst ein Thunfisch mit 15 bis 20 Kilogramm vorgesehen gewesen. Am Ende wurde daraus jedoch ein rund 40 Kilogramm schwerer Fisch. "Den musst du zuerst einmal fangen. Also den gibt es nicht auf Bestellung", so Kaiser.
Unterstützung aus dem Netzwerk
Zur Präsentation trug auch der Weinhändler Nicola Vulai bei. Er brachte Weine aus der Wachau mit und organisierte kurzfristig die Metallwanne, auf der der Fisch präsentiert wurde.
Wie das so kurzfristig gelungen sei? "Netzwerk, das ist die Antwort." Ein Bekannter habe sich gemeldet und eine passende Wanne zur Verfügung gestellt. Vulai, der auch das Weinfest in Hohenems organisiert, betont außerdem, man unterstütze Gastronomen gerne. "Wenn man mit einem qualitativen Rohstoff beginnt, entsteht meistens auch etwas Gutes."
Auch Bürgermeister vor Ort
Unter den Gästen war auch Bregenz’ Bürgermeister Michael Ritsch. "Persönlich habe ich so einen Fisch noch nie gesehen in der Gastro."
Er freue sich darüber, dass in Bregenz wieder neue Lokale eröffnen. Die Stadt verzeichne derzeit viele Anfragen von Gastronomen, gleichzeitig profitiere Bregenz von zahlreichen Gästen und einem starken Tourismus.
Rund 110 Portionen aus einem Fisch
Nach der Präsentation kam der Thunfisch wieder in die Kühlung. Am Freitag wird er zu einem Vier-Gänge-Menü verarbeitet. Nach Angaben des Betreibers lassen sich aus dem rund 40 Kilogramm schweren Fisch etwa 110 Portionen zubereiten.
Mit dem Abend zeigt sich Dumitraskovic zufrieden. "Sehr überraschend, sehr positiv", lautet sein Fazit. "Tolle Gäste, tolle Aktion."
Für ihn soll die Präsentation kein Einzelfall bleiben. "Ich wünsche mir sogar, dass es mehr Aktionen gibt." Spontanität sei dabei wichtig. "Natürlich darf es auch mal etwas Ausgefallenes sein."
(VOL.AT)