Wie kam die 57-Jährige ins Postverteilzentrum? Neue Details machen den Fall für die Post heikel
"Nach Bargeld in diesen Briefsendungen gesucht"
Laut einer ersten Aussendung meldete der im Büro eingeschlossene Standortleiter am 21. April gegen 21.05 Uhr, dass in das Gebäude eingebrochen wurde. Schließlich konnte durch mehrere Streifen und Diensthund "Hendrix" eine 57-Jährige widerstandslos festgenommen werden.
Die Täterschaft sei gerade dabei, Briefe und Pakete zu öffnen. Neue Details zum Motiv sind klar: Wie Polizeisprecher Fabian Marchetti informiert, habe die Frau "nach Bargeld in diesen Briefsendungen gesucht".
Ehemalige Mitarbeiterin mit Schlüssel
Auch dazu, wie die Frau ins Gebäude kam, gibt es neue Informationen. Bei der Verdächtigen handelt es sich laut Polizei um eine ehemalige Mitarbeiterin der Post. Die Frau aus der Region Bregenzerwald dürfte sich mit einem widerrechtlich erlangten Schlüssel Zugang zum Gebäude verschafft haben.
Warum sich der Standortleiter zum Zeitpunkt des Vorfalls noch im Gebäude befand, ist laut Polizei weiterhin unklar. Es dürfte sich um reguläre Arbeiten gehandelt haben.
So reagiert die Post
Auf VOL.AT-Anfrage bestätigt Pressesprecher Markus Leitgeb, dass es sich um eine ehemalige Mitarbeiterin handelt. "Wir unterstützen jetzt die Polizei bei den Ermittlungen, um alle Details aufzuklären."
Es gelte nun herauszufinden, ob es ein offizieller Schlüssel oder eine illegale Kopie war. "Das ist ein Thema, das wir sehr, sehr ernst nehmen und uns anschauen müssen", so Leitgeb.
Nach Beendigung eines Dienstverhältnisses werde der Schlüssel den ehemaligen Mitarbeitern abgenommen. "Es ist nicht so, dass alle Mitarbeiter mechanische Schlüssel haben", so der Unternehmenssprecher weiter. Nicht jeder Angestellte könne zu jeder Tageszeit das Gebäude mit einem physischen Schlüssel betreten – deren Zahl sei überschaubar. "Hier gibt es ein ausgeklügeltes Zutrittssystem."
Das war der Lokalaugenschein am Tag danach
(VOL.AT)