WM-Spiel in Philadelphia nach Unwetter über zwei Stunden unterbrochen
Blitzwarnungen sorgen für lange Pause
Bereits während der ersten Halbzeit setzte starker Regen ein. Laut Berichten vor Ort wurden die Zuschauer zur Halbzeit aufgefordert, die Tribünen zu verlassen und Schutz zu suchen. Die FIFA verlängerte zunächst die Halbzeitpause, ehe die Partie schließlich für insgesamt 132 Minuten ausgesetzt wurde.
Hintergrund sind strenge Sicherheitsvorschriften in den USA. Wird im Umkreis von rund 13 Kilometern ein Blitz registriert, muss eine Sportveranstaltung für mindestens 30 Minuten unterbrochen werden. Jeder weitere registrierte Blitz verlängert die Unterbrechung um weitere 30 Minuten.
Vor dem Spiel hatten Wetterdienste bereits vor heftigen Gewittern im Umfeld des Stadions gewarnt. Zudem bestanden Hochwasser- und Tornadowarnungen. Auch der Einlass ins Stadion hatte sich nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur (dpa) wegen des Unwetters um rund 45 Minuten verzögert.
Frankreich bleibt trotz Unterbrechung souverän
Sportlich ließ sich Frankreich von den außergewöhnlichen Umständen nicht aus dem Konzept bringen. Kylian Mbappé brachte den Vize-Weltmeister bereits in der 14. Minute in Führung und erhöhte nach der langen Unterbrechung in der 54. Minute auf 2:0. Ousmane Dembélé stellte in der 66. Minute den 3:0-Endstand her. Zwischen Anpfiff und Schlusspfiff lagen damit fast vier Stunden.
Zuschauer und TV-Teams mussten Schutz suchen
Von der Evakuierung betroffen waren nicht nur die Fans. Auch Medienvertreter mussten ihre Arbeitsplätze verlassen. ARD-Kommentator Tom Bartels berichtete laut BILD aus dem Stadion: "Was man sagen kann, ist, dass hier alle sehr entspannt mit der Situation umgegangen sind. Wir waren in den Gängen, haben mit den Zuschauern sprechen können. Es war sehr relaxt."
ARD-Experte Thomas Hitzlsperger ergänzte: "Ich glaube, dass die Betreiber hier gar nicht unglücklich sind, dass die Menschen hier länger im Umlauf sind, noch mehr konsumieren, Bier kaufen und Sonstiges. Die Leute nehmen alles mit Fassung." Bereits bei der Klub-Weltmeisterschaft im Vorjahr waren in den USA mehrere Spiele wegen Unwettern unterbrochen worden.
(VOL.AT)