Wohnungspreise in Vorarlberg steigen moderat – Nachfrage zieht deutlich an
Der Markt für Eigentumswohnungen hat im vergangenen Jahr spürbar an Dynamik gewonnen. Wie die Plattform ImmoScout24 am Dienstag mitteilte, sind nicht nur die Preise gestiegen, sondern auch das Interesse der Käufer deutlich gewachsen.
Im Schnitt verlangten Verkäufer österreichweit 6.040 Euro pro Quadratmeter – ein Plus von knapp vier Prozent im Vergleich zum Jahr davor. Parallel dazu erhöhte sich die Nachfrage um beachtliche 17 Prozent. Laut ImmoScout24 könnte sich bei stabilen Kreditzinsen künftig sogar eine Trendwende am Markt abzeichnen.
Westen bleibt teuer – Vorarlberg mit moderatem Plus
Ein Blick auf die Bundesländer zeigt ein differenziertes Bild: Besonders im Westen bleibt das Preisniveau hoch, die Zuwächse fallen jedoch vergleichsweise moderat aus.
In Tirol, mit 7.043 Euro pro Quadratmeter weiterhin Spitzenreiter, sowie in Vorarlberg mit 6.901 Euro stiegen die Angebotspreise jeweils um zwei Prozent. Salzburg verzeichnete ein Plus von drei Prozent bei durchschnittlich 6.342 Euro.
Auch Wien zählt zu den teuersten Märkten: Dort lag der Quadratmeterpreis bei 6.636 Euro, wobei die Preise lediglich um ein Prozent anzogen.
Burgenland mit massivem Preissprung
Deutlich dynamischer entwickelte sich hingegen das Burgenland. Dort kletterten die Angebotspreise auf 5.198 Euro pro Quadratmeter – ein kräftiger Anstieg von 33 Prozent gegenüber 2024.
Die Steiermark wurde damit zum günstigsten Bundesland: Hier blieben die Preise mit durchschnittlich 4.331 Euro pro Quadratmeter nahezu unverändert.
In Niederösterreich lag der Preis bei 4.673 Euro (+3 Prozent), in Oberösterreich bei 4.721 Euro (+5 Prozent) und in Kärnten bei 5.079 Euro (+4 Prozent).
Nachfrage regional sehr unterschiedlich
Auffällig ist: Die Preisentwicklung folgt nicht immer der Nachfrage. Besonders stark stieg das Interesse in Wien und der Steiermark – jeweils um 21 Prozent.
Auch in Vorarlberg nahm die Nachfrage deutlich zu und lag um 20 Prozent über dem Vorjahreswert. Tirol verzeichnete ein Plus von 18 Prozent, während Niederösterreich und Salzburg jeweils um 12 Prozent zulegten. In Kärnten betrug der Anstieg acht Prozent.
Anders im Burgenland: Trotz steigender Preise ging die Nachfrage hier um acht Prozent zurück. In Oberösterreich wurde ein leichter Rückgang von einem Prozent registriert.
Breite Datenbasis der Analyse
Für die Auswertung griff ImmoScout24 auf insgesamt 193.659 Datensätze aus den vergangenen zwei Jahren zurück. Grundlage der Analyse waren Medianwerte.
(VOL.AT/APA)