Nach dem WM-Viertelfinal-Aus der Schweiz gegen Argentinien sorgt der Platzverweis gegen Breel Embolo weiter für Diskussionen. Teamchef Murat Yakin übte nach der Partie scharfe Kritik an der Entscheidung und an der entsprechenden Regel.
Gelb-Rot nach VAR-Eingriff sorgt für Diskussionen
Der Platzverweis gegen Breel Embolo war nach dem WM-Viertelfinale zwischen Argentinien und der Schweiz (3:1 nach Verlängerung) das bestimmende Thema. Der Schweizer Stürmer sah nach einem Eingriff des Video-Assistenten wegen einer Schwalbe seine zweite Gelbe Karte und musste mit Gelb-Rot vom Platz.
Auf der Pressekonferenz zeigte sich Schweiz-Teamchef Murat Yakin mit der Entscheidung unzufrieden. "Wir waren dominant und spielbestimmend. Dann werden wir für eine Regel bestraft, die absolut nichts mit Fußball zu tun hat. Es ist extrem bitter, auf diese Weise auszuscheiden", sagte der 51-Jährige.
VAR überprüfte Gelbe Karte gegen Argentinien
Auslöser für den Eingriff des Video-Assistenten war zunächst eine Gelbe Karte gegen den Argentinier Leandro Paredes nach einem vermeintlichen Foul an Embolo. Auf den Stadionbildschirmen wurde anschließend eine Überprüfung wegen einer möglichen "Spielerverwechslung" angezeigt.
Laut der vorliegenden Berichterstattung zeigten die TV-Bilder, dass Embolo ohne Einwirkung eines Gegenspielers zu Boden gegangen war. In der Folge erhielt der Schweizer Stürmer wegen einer Schwalbe die Gelbe Karte – seine zweite Verwarnung der Partie.
Yakin kritisiert Regel
Yakin stellte die Entscheidung grundsätzlich infrage. Nach seiner Ansicht hätte die Szene gar nicht überprüft werden können, wenn Paredes zuvor keine Gelbe Karte erhalten hätte.
"Es gab keinen Grund, dem argentinischen Spieler in dieser Situation Gelb zu zeigen. Vorher sind die Spieler mit gestreckten Beinen in meine Jungs reingegrätscht, es gab auch Kopfstöße. Dafür hat keiner Gelb gesehen. Aber in dieser harmlosen Situation zückt er dann Gelb", erklärte der Schweizer Trainer.
Später ergänzte er: "Die Entscheidung hat das Spiel zerstört, heute hat der Fußball nicht gewonnen. Dass so eine Regel eingeführt wird, ist für mich unnötig."
Embolo nach Spiel "am Boden zerstört"
Über den desillusionierten Breel Embolo sagte Yakin: "Natürlich ist er am Boden zerstört, wie wir alle. Wir könnten jetzt weiterjammern, aber es bringt ja nichts." Die Schweiz schied durch die 1:3-Niederlage nach Verlängerung im WM-Viertelfinale gegen Argentinien aus.
(VOL.AT)