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Zeckenaktivität gestiegen - Experten warnen vor steigender Gefahr für Mensch und Tier

Durch die milden Temperaturen ist die Zeckengefahr stark gestiegen.
Durch die milden Temperaturen ist die Zeckengefahr stark gestiegen. ©Canva
Die milden Temperaturen führen dazu, dass Zecken bereits in den Wintermonaten aktiv sind und sich somit die für sie geeignete Vegetationsperiode verlängert. Laut Experten nimmt die Anzahl der aktiven Zecken dadurch nicht ab, sondern eher zu.
Interaktives Zecken-Monitoring im Aufbau

Zecken sind aufgrund der milden Temperaturen bereits in den Wintermonaten aktiv. Früher waren sie hauptsächlich von Frühling bis Herbst aktiv, aber durch die Erderwärmung verlängert sich ihre Vegetationsperiode. Dies führt dazu, dass die Anzahl der aktiven Zecken nicht abnimmt, sondern eher zunimmt.

Wie Paul von Aufschnaiter von der Kaulfus-Apotheke in Hohenems gegenüber dem ORF Vorarlberg erklärt, kommt es aufgrund des milden Wetters dazu, dass mehr Menschen im Freien unterwegs sind und somit auch mehr Opfer für Zecken bieten. Deshalb ruft Aufschnaiter Tierhalter dazu auf, ihre Tiere regelmäßig zu kontrollieren, besonders wenn sie im Gebüsch unterwegs sind oder freien Auslauf haben.

Zeckenimpfung wird empfohlen

Um sich vor der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) zu schützen, wird die Zeckenimpfung empfohlen. Diese schützt vor einer Infektion, die durch das FSME-Virus übertragen wird und Folgen für das zentrale Nervensystem haben kann. Die Impfung wird besonders für Menschen empfohlen, die viel in der Natur unterwegs sind. Die Kosten für die Impfung betragen rund 40 Euro, wobei die Krankenkassen einen Zuschuss leisten.

Was tun bei Verdacht auf Borreliose-Infektion?

Eine Impfung gegen Borreliose, eine bakterielle Infektion, die ebenfalls durch Zecken übertragen wird, gibt es jedoch noch nicht. Symptome können unter anderem Nervenschmerzen und Krankheitssymptome sein, die auch Monate nach einem Zeckenstich auftreten können. Deshalb sollte bei Verdacht auf eine Borreliose-Infektion unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Bei der Entfernung einer Zecke ist Vorsicht geboten, da Schneidewerkzeuge in der Haut stecken bleiben und eine Infektion verursachen können. Es wird empfohlen, die Entfernung von Fachpersonal durchführen zu lassen oder die Stelle nach der Entfernung zu beobachten, um Infektionen frühzeitig zu erkennen. Besitzer von Hunden oder Katzen, die viel in der Natur unterwegs sind, sollten ihre Tiere regelmäßig kontrollieren.

Zusammenfassung:

  • Zecken sind aufgrund der milden Temperaturen bereits in den Wintermonaten aktiv
  • Die für Zecken geeignete Vegetationsperiode verlängert sich
  • Die Anzahl der aktiven Zecken nimmt nicht ab, sondern eher zu
  • Schutz durch Zeckenimpfung und regelmäßige Kontrolle von Mensch und Tier
  • Vorsicht bei der Entfernung von Zecken und Beobachtung möglicher Infektionen
  • Interaktive Zeckenkarte geplant, um das Monitoring zu verbessern.

(VOL.AT)

  • ADMIN AT
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