Zug im Kanton Wallis nach Lawinenabgang entgleist – mehrere Verletzte
Bei dem mittlerweile abgeschlossenen Einsatz wurden demnach insgesamt 30 Personen aus dem Zug gebracht. An der Unfallstelle habe sich viel Schnee befunden, berichtete der Polizeisprecher. Er konnte nicht bestätigen, ob die Schneemassen von einer Lawine stammten.
Der Unfallhergang werde noch untersucht, sagte der Polizeisprecher. Nach Angaben des Unternehmens Bern-Lötschberg-Simplon-Bahn (BLS), das die betroffene Verbindung betreibt, war die Strecke zwischen Goppenstein und dem nahe gelegenen Brig wegen einer Lawine unterbrochen. Die Sprecherin der BLS gab dazu keine weiteren Details bekannt.
Große Lawinengefahr im Wallis
Das Institut für Schnee- und Lawinenforschung in Davos warnte vor großer Lawinengefahr in weiten Teilen der Schweizer Alpen. Als Grund wurden große Mengen an Neuschnee sowie der vom Wind verfrachtete Triebschnee genannt. Lawinen könnten spontan abgehen, also auch ohne menschliche Einwirkung, hieß es.
Von dem Vorfall vom Montag betroffen war laut Polizei die Linie RE1, die zwischen Bern und Brig verkehrt. Der Vorfall habe sich im Stockgraben-Tunnel zwischen Goppenstein und Hohtenn hinter dem Lötschbergtunnel ereignet. Beim Zug handelte es sich um einen Regioexpress, der um 6.12 Uhr in Spiez abgefahren war.
Goppenstein liegt am südlichen Ende des Lötschberg-Eisenbahntunnels. Bereits am vergangenen Donnerstag hatte eine Lawine einen Abschnitt der Kantonsstraße zwischen dem Lötschental und der Ebene auf Höhe von Goppenstein verschüttet. Der Straßenverkehr und der Autotransport am Lötschberg waren mehrere Stunden lang unterbrochen.
(APA/sda/dpa)