Alexander Zverev hat den ersten Wimbledon-Titel seiner Karriere verpasst. Der Deutsche unterlag am Sonntag im Finale in London dem Weltranglistenersten Jannik Sinner nach 3:46 Stunden mit 7:6, 6:7, 3:6 und 4:6. Der Italiener verteidigte damit seinen Titel auf dem Rasenklassiker.
Hochklassiges Finale auf Augenhöhe
Vor 15.000 Zuschauern auf dem ausverkauften Centre Court entwickelte sich von Beginn an ein hochklassiges Endspiel. Beide Spieler überzeugten mit starken Aufschlägen und ließen in den ersten beiden Sätzen kaum Breakchancen zu.
Zverev entschied den ersten Satz nach einem umkämpften Tiebreak mit 7:6 für sich und wehrte dabei einen Satzball ab. Für den Deutschen war es der erste Satzgewinn gegen Sinner nach mehreren Niederlagen in Folge.
Im zweiten Durchgang blieb das Niveau unverändert hoch. Erneut musste der Tiebreak entscheiden, diesmal mit dem besseren Ende für Sinner, der sich früh einen Vorsprung erarbeitete und den Satzausgleich schaffte.
Sinner nutzt seine Chancen
Die Entscheidung fiel im dritten Satz. Nach 2:43 Stunden erspielte sich Zverev seinen ersten Breakball des Matches, rutschte dabei jedoch aus und hielt sich kurz das rechte Knie. Sinner eilte sofort zu seinem Kontrahenten und half ihm wieder auf. Zverev konnte die Partie fortsetzen.
Wenig später gelang Sinner das erste Break des gesamten Spiels. Zverev reagierte sichtlich frustriert und schleuderte seinen Schläger über den Platz.
Auch im vierten Satz blieb das Match zunächst offen. Beim Stand von 3:3 nahm Sinner Zverev erneut den Aufschlag ab und brachte seinen Vorsprung anschließend souverän ins Ziel. Nach 3:46 Stunden verwandelte der Italiener seinen ersten Matchball.
Wertschätzende Worte bei der Siegerehrung
Bei der Siegerehrung lobte Sinner seinen Finalgegner. „Du hast dein Ziel erreicht in Paris, warst hier so nah dran. Du wirst das schon schaffen und dein Ziel ist ja, die Nummer 1 zu werden, auch da bist du nah dran“, sagte der Weltranglistenerste.
Zverev gratulierte seinem Gegner und dessen Team. Mit einem Augenzwinkern meinte er zunächst: „Ich mag dich immer weniger.“ Anschließend bedankte er sich bei seinem Team sowie beim Publikum: „Ich habe noch nie so eine Unterstützung in Wimbledon bekommen. Das ist ein einzigartiger Court auf der Welt. Es ist eine große Ehre, hier zu spielen.“
Zweiter Grand-Slam-Titel bleibt vorerst aus
Für Zverev war es die zehnte Niederlage in Serie gegen Sinner. Trotz der Finalniederlage nimmt der Olympiasieger von 2021 laut dem Bericht ein Preisgeld von 2,1 Millionen Euro sowie Platz zwei der Weltrangliste mit nach Hause.
Nach einigen freien Tagen richtet sich der Fokus des Deutschen bereits auf die Hartplatzsaison. Das nächste große Ziel sind die US Open, die von 30. August bis 13. September stattfinden.
(VOL.AT)