Der Grunddurchgang ist gespielt, die Karten in der Austrian Volley League 2 (AVL2) werden neu gemischt. Während die Herren des VC Wolfurt um den Aufstieg kämpfen, schlagen die Damen des VBC Höchst in der Meisterrunde auf. Die Ladies des VC Dornbirn hingegen gehen ohne große sportliche Perspektive in die Frühjahrsrunde. Drei Vereine, drei Ausgangslagen.
Jetzt wartet die Nagelprobe
Die Herren aus der Hofsteiggemeinde haben im Grunddurchgang abgeliefert: Mit 13 Siegen und fünf Niederlagen holte sich die Equipe um Spielertrainer Theo Reiter mit 42 Punkten und zwei Zählern Vorsprung Rang eins in der Division Nord und hat sich zum dritten Mal in 35 Jahren für die Aufstiegsrunde qualifiziert. "Wir spielen gefühlt schon ewig in der 2. Liga. Dass wir jetzt um den Aufstieg spielen dürfen, ist für uns ein großer Erfolg", betont Pressesprecher Walter Geißler.
Der Modus sorgt dabei immer wieder für Erklärungsbedarf: Der Grunddurchgangssieger und der erste Verfolger (Anm. VCU Wr. Neustadt) spielen nicht automatisch um den AVL-2-Titel, sondern um den Aufstieg. Die Plätze drei bis sieben kämpfen in einer separaten Runde um die Meisterschaft. "Damit wollte man den Teams im Mittelfeld einen Anreiz geben und verhindern, dass sportlich um nichts mehr geht", erklärt Geißler.
St. Pölten und Bisamberg-Hollabrunn sind als Neunter und Zehnter des AVL-1-Grunddurchganges dabei, dazu kommen die Top-2-Teams Graz und Hausmannstätten aus der AVL-2-Gruppe Süd. "Rein sportlich wird es extrem schwierig. Realistisch ist eine Platzierung zwischen drei und fünf", sagt Geißler. Klar sei aber auch: "Wenn wir sportlich unter die ersten drei kommen, müssen wir aufsteigen, sonst droht eine Strafe."
Die Rahmenbedingungen machen dieses Vorhaben jedoch nicht einfacher: Die Hofsteighalle misst nur 6,80 Meter Höhe, in der 1. Bundesliga sind neun Meter vorgeschrieben. Eine Ausnahmegenehmigung wäre befristet möglich, langfristige Lösungen sind nicht in Sicht. Hinzu kommen lange Auswärtsfahrten, die kürzeste führt nach Ried (OÖ). "Wir sind eine Amateurmannschaft. Unsere Spieler arbeiten oder gehen zur Schule", gibt Geißler zu bedenken. Zum Auftakt empfangen die Wolfurter Wölfe am Samstag (18.30 Uhr) Bisamberg-Hollabrunn in der Hofsteighalle.
Junge Garde überzeugt
Nach zehn Siegen und acht Niederlagen als Vierter beendeten die Höchster Damen den Grunddurchgang der 2. Bundesliga Nord und qualifizierten sich damit souverän für die Meisterrunde. Spielertrainerin Claudia Lubetz zieht eine positive Zwischenbilanz: "Wir sind stolz auf das Niveau, das wir gezeigt haben. Die Mischung aus jungen Spielerinnen und Routiniers hat gut funktioniert."
In der Meisterrunde wartet jeweils ein Heim- und ein Auswärtsspiel gegen die Teams auf den Plätzen drei bis sechs der 2. Bundesliga Süd. "Natürlich wollen wir zeigen, was wir können, und so viele Spiele wie möglich gewinnen", blickt die 40-Jährige voraus. Unabhängig vom Abschneiden im Frühjahr ist für sie jedoch klar: "Mit dem Einzug in die Meisterrunde haben wir unser Ziel schon erreicht." Der Frühjahrsauftakt erfolgt am 7. März in der Sporthalle der Mittelschule Höchst gegen UVC Graz 2.
Ohne Druck
Anders gestaltet sich die Ausgangslage für die Dornbirnerinnen: Nach lediglich zwei Siegen in 18 Partien im Grunddurchgang geht es für die Messestädterinnen in der einfachen Hin- und Rückrunde gegen die vier Teams auf den Rängen sieben bis zehn der Division Süd um den Abstieg aus der 2. Liga. Der Start erfolgt Samstag (18 Uhr) in der heimischen Messehalle gegen die Wildcats Klagenfurt.
(VOL.AT)