183,60 Euro pro Jahr: Das kostet der ORF jeden Haushalt
Mit Einnahmen von rund 1,1 Milliarden Euro pro Jahr ist der ORF das größte Medienunternehmen des Landes. Ein Großteil des Budgets stammt aus der verpflichtenden Haushaltsabgabe.
15,30 Euro pro Monat
Seit der Reform der Rundfunkgebühren wird der ORF über einen Beitrag finanziert, den nahezu alle Haushalte bezahlen müssen.
Der Beitrag beträgt derzeit:
- 15,30 Euro pro Monat
- 183,60 Euro pro Jahr
Aus dieser Abgabe sollen laut Finanzplan rund 733 Millionen Euro jährlich in das Budget des Senders fließen.
Rechenbeispiel: Wie viele Haushalte eine Millionensumme finanzieren würden
Wie hoch ein möglicher Anspruch im aktuellen Streitfall tatsächlich wäre, ist öffentlich nicht bestätigt. Medienberichte sprechen lediglich von einer Rückstellung im Millionenbereich.
Nimmt man beispielhaft eine Summe von 2,4 Millionen Euro an, würde das rechnerisch dem Jahresbeitrag von rund 13.000 Haushalten entsprechen.
Die Rechnung:
2.400.000 Euro geteilt durch 183,60 Euro pro Haushalt ergibt rund 13.072 Haushaltsbeiträge.
Dieses Beispiel zeigt vor allem die Dimension solcher Verträge – auch wenn es sich dabei lediglich um eine theoretische Rechnung handelt.
Top-Gehälter im ORF
Regelmäßig sorgt auch die Gehaltsstruktur im ORF für Diskussionen. Laut Transparenzbericht verdienen derzeit 71 Mitarbeiter mehr als 170.000 Euro brutto pro Jahr.
Zu den Topverdienern zählen bekannte Namen aus Programm und Management:
- Robert Kratky – rund 472.700 Euro jährlich (mittlerweile nicht mehr beim ORF tätig)
- Pius Strobl – rund 451.700 Euro
- Roland Weißmann – rund 427.500 Euro
- Armin Wolf – rund 266.855 Euro
Im oberen Management liegen mehrere Gehälter bei rund 270.000 Euro jährlich, darunter Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz, die Radiodirektorin und jetzige Interims-Generaldirektorin Ingrid Thurnher sowie Technikdirektor Harald Kräuter.
Aus Vorarlberger Sicht besonders interessant: ORF-Vorarlberg-Landesdirektor Markus Klement verdient laut Transparenzbericht rund 209.182 Euro brutto pro Jahr.
Pensionen als langfristige Verpflichtung
Neben den Gehältern spielen auch langfristige Verpflichtungen eine Rolle. Im Jahresabschluss weist der ORF Pensionsrückstellungen von rund 109 Millionen Euro aus. Die laufenden Aufwendungen für Altersversorgung liegen bei etwa 6,6 Millionen Euro pro Jahr.
Diese Rückstellungen spiegeln langfristige Verpflichtungen gegenüber aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern wider und bedeuten nicht automatisch unmittelbare Auszahlungen.
(Red.)