240 Meter Stahl im Meer versunken: USA versenken größtes Kriegsschiff seit dem Weltkrieg
Angriff zu Beginn von "Operation Epischer Zorn"
Der Untergang ereignete sich demnach kurz nach dem Start der "Operation Epischer Zorn", bei der die USA gemeinsam mit Israel Luftangriffe auf Ziele im Iran geflogen haben sollen. Das US-Verteidigungsministerium erklärte, die iranische Marine sei innerhalb weniger Tage weitgehend ausgeschaltet worden.
Die Mitteilung zur Versenkung erfolgte auch als Reaktion auf Berichte in sozialen Netzwerken. Dort war behauptet worden, der Iran habe den US-Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" angegriffen. Das für die Region zuständige US-Kommando sprach von einer "falschen Behauptung in der Desinformationskampagne des iranischen Regimes". Tatsächlich sei der iranische Drohnenträger getroffen worden.
Umgebauter Frachter als Drohnenplattform
Bei der "Shahid Bahman Bagheri" handelte es sich um ein 240 Meter langes und 32 Meter breites Containerschiff, das im Jahr 2000 von Hyundai Heavy Industries in Südkorea gebaut worden war. Der Frachter mit dem ursprünglichen Namen "Perarin" wurde zwischen 2022 und 2024 zum Militärschiff umgebaut.
Im Februar 2025 wurde das Schiff offiziell vorgestellt. Es sei das "größte Marine-Projekt in der Geschichte der Islamischen Republik", hieß es damals. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna konnte der Träger bis zu 60 Drohnen transportieren. Zudem sollten Hubschrauber, kleinere Boote und Raketen an Bord stationiert werden können. Die Start- und Landebahn war rund 170 Meter lang, am Bug befand sich eine Sprungschanze.
Zweifel an Kampfkraft
Fachleute hatten bereits im Vorfeld Zweifel an der militärischen Schlagkraft des Schiffs geäußert. Da es sich um ein umgebautes Containerschiff ohne Panzerung handelte, galt es als verwundbar. Zudem erreichte es nur eine Höchstgeschwindigkeit von 20 bis 22 Knoten.
Auch fehlende Begleitschiffe wurden als Schwachpunkt gesehen. Experten verwiesen darauf, dass ein gezielter Raketenangriff oder der Einsatz von U-Booten ausreichen könnte, um das Schiff in kurzer Zeit außer Gefecht zu setzen.
(Red.)