245 Medaillensätze zu vergeben: Zeitplan und Vorarlbergs Team bei Olympia 2026
Am 6. Februar 2026 beginnen in Mailand und Cortina d’Ampezzo die XXV. Olympischen Winterspiele. Bereits zwei Tage vor der offiziellen Eröffnungsfeier werden die ersten Bewerbe ausgetragen. Insgesamt stehen bis zum 22. Februar 116 Entscheidungen in acht Sportarten und 16 Disziplinen auf dem Programm.
Das Österreichische Olympische Komitee (ÖOC) entsendet 115 Athletinnen und Athleten nach Italien – so viele wie zuletzt 2014 in Sotschi. Unter ihnen befinden sich 13 Sportlerinnen und Sportler aus Vorarlberg, die in sieben verschiedenen Disziplinen antreten werden.
Wer startet für Vorarlberg?
Vier Frauen und neun Männer aus Vorarlberg haben den Sprung ins Olympia-Aufgebot geschafft. Sie vertreten Österreich in den Sportarten Ski Alpin, Bob, Rodeln, Snowboardcross, Skicross, Eiskunstlauf sowie Freestyle.
Mit insgesamt 13 Athletinnen und Athleten stellt Vorarlberg 2026 so viele Olympia-Teilnehmer wie noch nie – es ist das größte Olympia-Aufgebot, das das Ländle je zu Winterspielen entsandt hat.
Die Vorarlberger Olympia-Teilnehmer im Überblick:
- Daniel Bertschler (Bob)
- Kristian Huber (Bob)
- Lukas Feurstein (Ski Alpin)
- Patrick Feurstein (Ski Alpin)
- Nina Ortlieb (Ski Alpin)
- Ariane Rädler (Ski Alpin)
- Julius Forer (Freestyle/Freeski)
- Sonja Gigler (Skicross)
- Nicolas Lussnig (Skicross)
- Alessandro Hämmerle (Snowboardcross)
- Jonas Müller (Rodeln)
- Thomas Steu (Rodeln)
- Olga Mikutina (Eiskunstlauf)
Besondere Aufmerksamkeit gilt Snowboardcrosser Alessandro "Izzy" Hämmerle. Der 32-Jährige gewann bei den Olympischen Spielen 2022 in Peking die Goldmedaille und tritt nun als Titelverteidiger an.
Wo werden die Bewerbe ausgetragen?
Die Olympischen Winterspiele 2026 finden nicht nur in Mailand und Cortina d’Ampezzo statt. Die Wettkämpfe werden auch an vielen weiteren Orten in Norditalien ausgetragen, darunter Antholz, Livigno, Bormio, Tesero und Predazzo.
Wann beginnen die Bewerbe?
Die ersten Wettkämpfe starten bereits am Dienstag, 4. Februar mit Vorrunden im Curling Mixed. Einen Tag später folgen Qualifikationen im Eishockey und Snowboard. Die erste Medaillenentscheidung fällt am 7. Februar in der Abfahrt der Herren im Ski Alpin.
Für Vorarlberger Sportler wird es ebenfalls früh ernst: Etwa im Rodeln, wo Jonas Müller bereits am 7. Februar im Einsitzer an den Start geht. Auch im Freestyle, Skicross und Bob stehen zahlreiche Bewerbe in der ersten Olympia-Woche an.
Wie stehen die Medaillenchancen?
Nach mehreren verletzungsbedingten Ausfällen – etwa bei Eva Pinkelnig, Katharina Liensberger und Magdalena Egger – sind die Hoffnungen aus Vorarlberger Sicht etwas gedämpft. Dennoch gibt es realistische Chancen auf Edelmetall.
Neben Alessandro Hämmerle zählen insbesondere die Rodler Thomas Steu und Jonas Müller sowie Skirennläuferin Nina Ortlieb zu den aussichtsreichsten Kandidaten auf eine Topplatzierung. Auch Bob-Anschieber Daniel Bertschler und Skicrosserin Sonja Gigler haben sich im internationalen Vergleich gut präsentiert.
Rückblick: 18 Medaillen in Peking
Bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking holte das Team Austria insgesamt 18 Medaillen – sieben in Gold, sieben in Silber und vier in Bronze. Es war die zweiterfolgreichste Bilanz der rot-weiß-roten Olympia-Geschichte.
Dazu trugen auch mehrere Vorarlberger Athleten bei. Alessandro Hämmerle gewann Gold im Snowboardcross, Thomas Steu holte gemeinsam mit seinem Partner Medaillen im Doppelsitzer und in der Teamstaffel. Johannes Strolz sicherte sich in Peking insgesamt drei Medaillen: Gold in der Alpinen Kombination, Gold im Mixed-Teambewerb und Silber im Slalom. Er war damit der erfolgreichste österreichische Athlet der Spiele.
Olympische Wochen voller Spannung
Die Olympischen Spiele in Mailand und Cortina versprechen spannende Wettkämpfe mit Vorarlberger Beteiligung in mehreren Disziplinen. Einige Athleten reisen mit Medaillenchancen an, andere feiern ihre Olympia-Premiere. In den kommenden Wochen wird sich zeigen, wer sein Potenzial im entscheidenden Moment ausschöpfen kann
(red.)