29 Passagiere gehen von Bord: Erst Tage später wird Hantavirus entdeckt
Diese Passagiere hätten am 24. April auf der britischen Insel St. Helena im Süden des Atlantischen Ozeans das Schiff verlassen. Das war aber den Angaben zufolge gut zehn Tage vor der Bestätigung des ersten Hantavirus-Falles.
Auch die niederländische Frau, die wenig später in Johannesburg an dem Virus starb, verließ auf der Insel das Schiff. Etwa zwei Wochen zuvor war bereits ihr Mann an Bord gestorben. Zum Zeitpunkt des Zwischenstopps war aber unklar, dass das Hantavirus möglicherweise die Ursache war. Auch ein Schweizer hatte in St. Helena das Schiff verlassen. Er ist jetzt ebenfalls mit dem Virus infiziert und befindet sich nun in einer Klinik in Zürich.
Passagiere aus einem Dutzend Ländern
Die Passagiere kamen den Angaben zufolge aus etwa zwölf Ländern, darunter war auch ein Deutscher. Der Veranstalter hat nach eigenen Angaben alle Passagiere informiert.
Nach Angaben des niederländischen Außenministeriums leiten nun die Gesundheitsbehörden Großbritanniens gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation WHO die Untersuchung, ob Passagiere mögliche Symptome aufweisen.
Das Schiff fährt unter niederländischer Flagge. Daher ist auch das Land für die Lage an Bord zuständig.
(DPA)