50 Millionen Euro Schaden: Internationaler Internetbetrug mit Promi-Fakes aufgedeckt
Ein internationaler Internetbetrug mit gefälschten Promi-Nachrichten ist von österreichischen und internationalen Ermittlern aufgedeckt worden. Laut Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) und Bundeskriminalamt beläuft sich der Schaden auf mindestens 50 Millionen Euro.
Die Täter sollen gezielt mit Fake-Artikeln über bekannte Persönlichkeiten gearbeitet haben, um Opfer zu Investitionen zu verleiten.
Prominente als Köder missbraucht
Für die Betrugsmasche wurden laut Behörden Identitäten prominenter Persönlichkeiten missbraucht. Genannt wurden unter anderem Bundespräsident Alexander Van der Bellen sowie ORF-Moderator Armin Wolf.
Die gefälschten Berichte erweckten den Eindruck, als würden diese Personen bestimmte Investitionsmöglichkeiten empfehlen. Tatsächlich handelte es sich laut Ermittlern um gezielte Täuschung.
Callcenter in Albanien
Am Mittwoch, dem 29. April 2026, informierten die Behörden über die groß angelegte Aktion. Gemeinsam mit albanischen Behörden wurden drei Callcenter in Albanien ausgehoben.
Dabei wurden zehn Personen festgenommen. Die Ermittlungen liefen über einen Zeitraum von zwei Jahren und wurden von Europol sowie Eurojust unterstützt.
Auch Österreicher unter den Opfern
Nach Angaben der Ermittler waren auch Personen aus Österreich betroffen. Die Täter hätten international agiert und ihre Opfer über das Internet angesprochen.
Von der Gesamtschadenssumme konnten rund 900.000 Euro sichergestellt werden.
(VOL.AT)