56 Filialen betroffen: Zittern um MediaMarkt in Österreich
Deal mit Hürden in Österreich
Was international bereits weitgehend grünes Licht bekommen hat, sorgt hierzulande für erhebliche Zweifel: Der chinesische Konzern JD.com will die Mehrheit an Ceconomy übernehmen, der Muttergesellschaft von MediaMarkt. Während Länder wie Frankreich und Italien den Deal bereits genehmigt haben und auch in Deutschland und Spanien Zustimmung erwartet wird, bleibt Österreich ein Unsicherheitsfaktor.
Das zuständige Wirtschaftsministerium hat die Freigabe der ausländischen Direktinvestition bislang verweigert. Als Hauptgrund werden Sicherheitsbedenken genannt – insbesondere beim Thema Datenschutz.
Ministerium sieht Risiken
Aus Sicht der Behörden sind mögliche Auswirkungen auf sensible Daten ein zentraler Punkt. Ceconomy wiederum zeigt sich laut Berichten enttäuscht über den bisherigen Verlauf. Das Unternehmen kritisiert, dass es bislang keine gemeinsame Lösung mit den österreichischen Stellen gebe – obwohl JD.com offenbar Zugeständnisse angeboten habe.
Rückzug aus Österreich möglich
Sollte es zu keiner Einigung kommen, könnte der Deal auch ohne Österreich umgesetzt werden. In diesem Fall steht ein Rückzug von MediaMarkt aus dem heimischen Markt im Raum, wie mehrere Medien berichten.
Welche konkreten Folgen das hätte, ist derzeit offen. Klar ist aber: MediaMarkt ist ein bedeutender Player im österreichischen Elektronikhandel. Aktuell betreibt das Unternehmen 56 Filialen in ganz Österreich und beschäftigt rund 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
(VOL.AT)