Altach im Cup-Finale gegen den LASK
Entscheidung fällt erst in der Verlängerung
Der LASK hat sich am Mittwochabend in einem intensiven Oberösterreich-Derby bei der SV Ried mit 2:1 nach Verlängerung durchgesetzt und damit das Ticket für das ÖFB-Cup-Finale gelöst. Der entscheidende Treffer fiel spät: Joker Lukas Kacavenda köpfelte die Linzer in der 108. Minute zum Sieg.
Zuvor hatte Fabian Rossdorfer (49.) Ried in Führung gebracht, ehe Samuel Adeniran praktisch im Gegenzug ausglich. Nach 90 Minuten stand es 1:1 – die Verlängerung musste entscheiden.
Altach wartet auf die Linzer
Während sich der LASK mühsam durchkämpfte, ist im Westen längst die Vorfreude groß: Der SCR Altach steht nach dem überraschenden Halbfinal-Erfolg gegen Red Bull Salzburg im Endspiel und darf nun vom ersten großen Titel der Vereinsgeschichte träumen.
Am 1. Mai in Klagenfurt kommt es damit zu einem Duell, das es so im Cup-Finale noch nie gegeben hat. Auf dem Papier mag der LASK favorisiert sein – doch Altach hat bereits bewiesen, dass Favoritenstatus in diesem Bewerb wenig zählt.
Ried lange auf Augenhöhe
Vor 7.336 Fans in der ausverkauften Innviertel Arena zeigte Ried über weite Strecken eine starke Leistung. Die Gastgeber starteten aggressiv, suchten ihr Glück vor allem über Standardsituationen und brachten den LASK damit immer wieder in Bedrängnis.
Die besseren Chancen hatten zunächst sogar die Innviertler: Philipp Pomer (13.) und Antonio van Wyk (25.) scheiterten jedoch. Auf der Gegenseite setzte vor allem Adeniran Akzente, traf einmal die Stange und blieb insgesamt ein ständiger Unruheherd.
Offener Schlagabtausch nach der Pause
Kurz nach Wiederbeginn belohnte sich Ried: Nach einem Eckball traf Rossdorfer zur verdienten Führung. Doch die Antwort der Linzer ließ keine zwei Minuten auf sich warten – Adeniran stellte nach feiner Vorarbeit von Sasa Kalajdzic auf 1:1.
In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Ried blieb gefährlich, hatte durch Sollbauer (68.) und ein wegen Abseits aberkanntes Tor von Steurer (88.) Pech.
Kacavenda sticht als Joker
In der Verlängerung fehlte den Gastgebern schließlich die letzte Konsequenz. Der LASK nutzte seine Chance: Nach einer Flanke von Moses Usor stieg Kacavenda am höchsten – leicht abgefälscht landete der Ball im Netz.
Ried warf in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne, doch der Ausgleich gelang nicht mehr. Damit müssen die Innviertler weiter auf ihren dritten Cupsieg warten.
(VOL.AT)