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AUA springt nach Lufthansa-Streichungen in die Bresche

Nach massiven Lufthansa-Streichungen reagiert Austrian Airlines.
Nach massiven Lufthansa-Streichungen reagiert Austrian Airlines. ©APA
Nach massiven Lufthansa-Streichungen reagiert Austrian Airlines: 800 zusätzliche Europa-Flüge sollen die Nachfrage abfedern. Hintergrund sind steigende Preise und Ausfälle im Fernverkehr – viele bleiben nun in Europa.

Die österreichische Lufthansa-Tochter Austrian Airlines (AUA) übernimmt nach den Flugstreichungen bei der Konzernmutter mehr Flüge. So wird die Strecke Wien–München ausgeweitet, auch nach Sibiu in Rumänien wird ab Mai öfter geflogen und auf ausgewählten Strecken werde mit größeren Flugzeugen geflogen, teilte die Airline am Mittwoch auf APA-Anfrage mit. Insgesamt soll die Zahl der Flüge innerhalb Europas um rund 800 steigen. Bei der AUA-Schwester Swiss sind es 140.

"Im Zuge der konzernweiten Fluganpassung werden zehn Verbindungen innerhalb der sechs Drehkreuze der Gruppe konsolidiert. Ziel ist eine bessere Auslastung und stärkere Bündelung von Verkehrsströmen, während Fluggäste weiterhin Zugang zum globalen Streckennetz behalten", erklärte die AUA. Die Airline sieht als Folge des Iran-Kriegs eine starke Nachfrage im Europaverkehr.

Durch den Krieg im Nahen Osten und die iranischen Drohnenangriffe auf Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) ist auch der Flugverkehr an den großen Golf-Airports Dubai, Abu Dhabi und Doha beeinträchtigt worden. Der Ausfall dieser wichtigen Drehkreuze nach Asien und die hohen Kerosinpreise haben Fernreisen empfindlich teurer gemacht, weshalb viele vorhaben, im Sommer in Europa zu bleiben.

Angebot wird auf starke Nachfrage im Europaverkehr ausgerichtet

Die AUA erklärte, ihr Sommerangebot gezielt auf die starke Nachfrage im Europaverkehr auszurichten. Zusätzlich soll kurzfristig auf die Nachfrageentwicklung reagiert werden und bei Bedarf zusätzliche Flüge auf besonders stark nachgefragten Strecken angeboten werden.

Der Lufthansa-Konzern hatte am Dienstag bekannt gegeben, mit dem angekündigten Aus der Regionaltochter Cityline 20.000 Kurzstreckenflüge bis Oktober zu streichen. Das entspricht einer Einsparung von rund 40.000 Tonnen Kerosin, dessen Preis sich seit Beginn des Iran-Krieges verdoppelt hat.

Mit den Anpassungen will die Lufthansa-Gruppe die Zahl unwirtschaftlicher Kurzstreckenflüge senken. Das Lufthansa-Angebot soll über den Sommer über die sechs Drehkreuze Frankfurt, München, Zürich, Wien, Brüssel und Rom optimiert werden.

Lufthansa streicht Verbindungen der Tochter Cityline

Die ersten 120 täglichen Flugstreichungen mit Wirkung bis Ende Mai wurden laut Lufthansa am Montag umgesetzt. Die Strecken von Frankfurt nach Bydgoszcz und Rzeszów in Polen sowie Stavanger in Norwegen entfallen vorübergehend. Zehn Verbindungen innerhalb der Gruppe sollen über andere Airports laufen – betroffen sind Heringsdorf, Cork (Irland), Danzig (Polen), Ljubljana (Slowenien), Rijeka (Kroatien), Sibiu (Rumänien), Stuttgart, Trondheim (Norwegen), Tivat (Montenegro) und Breslau (Polen).

Die Lufthansa überarbeitet angesichts der Absenkung ihrer Kapazitäten auch die mittelfristige Streckenplanung. Details sollen Ende April, Anfang Mai veröffentlicht werden. Für die nun im Sommerflugplan vorgesehenen Flüge erwartet der Konzern eine "weitgehend stabile Treibstoffversorgung".

(APA/sda/dpa)

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