Austrian Airlines: Ab Mai neue Regeln bei Flügen
Jetzt wird es konkret beim Sparkurs der Lufthansa Group: Ab Ende April kann der neue Einstiegs-Tarif "Economy Basic" gebucht werden. Dieser gilt auch für Flüge mit Austrian Airlines. Der wohl größte Einschnitt für Reisende: Im Preis enthalten ist künftig lediglich ein kleiner persönlicher Gegenstand – etwa ein Rucksack oder eine Laptoptasche.
Damit fällt ein bisher selbstverständlicher Bestandteil weg. Denn bislang war selbst im günstigsten Tarif ein größeres Handgepäckstück inkludiert. Wer weiterhin einen Trolley mit an Bord nehmen möchte, muss dafür künftig extra bezahlen oder gleich einen teureren Tarif wählen.
Orientierung an Billigflug-Modellen
Mit diesem Schritt folgt die Lufthansa Group einem klaren Branchentrend. Vor allem Low-Cost-Airlines setzen schon länger auf günstige Basispreise und verrechnen Zusatzleistungen separat. Dieses Modell findet zunehmend Nachahmer: Auch Air France und KLM haben zuletzt ähnliche Tarifstrukturen eingeführt.
Das Ziel ist offensichtlich: Der Einstiegspreis soll möglichst niedrig erscheinen – alles Weitere wird individuell dazugebucht.
Nur noch kleine Tasche kostenlos
Konkret bedeutet das: Auf Kurz- und Mittelstreckenflügen ist im "Economy Basic"-Tarif nur noch ein persönlicher Gegenstand erlaubt. Dieser darf maximal 40 × 30 × 15 Zentimeter groß sein. Alles, was darüber hinausgeht, gilt als Zusatzleistung.
Der neue Tarif wird zunächst auf ausgewählten Strecken eingeführt und ist ab dem 19. Mai 2026 gültig.
Zusatzleistungen treiben Preis schnell nach oben
Profitieren sollen laut Airline vor allem jene Passagiere, die mit sehr leichtem Gepäck reisen und bewusst auf Extras verzichten. Für sie kann der Flugpreis tatsächlich sinken.
Allerdings zeigt sich auch die Kehrseite: Wer zusätzliche Leistungen benötigt – etwa ein Handgepäckstück oder mehr Flexibilität bei Umbuchungen – muss tiefer in die Tasche greifen. Zusatzgepäck, egal ob Hand- oder Aufgabegepäck, ist ab 15 Euro erhältlich.
Damit kann sich der vermeintlich günstige Tarif rasch verteuern. Experten raten daher, die verschiedenen Tarifoptionen genau zu vergleichen und den tatsächlichen Bedarf realistisch einzuschätzen.
(VOL.AT)