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Bericht: Ober-Mullah im Iran schwer krank

Chamenei wurde seit seiner Machtübernahme kein einziges Mal öffentlich gesehen.
Chamenei wurde seit seiner Machtübernahme kein einziges Mal öffentlich gesehen. ©AFP
Der mutmaßlich neue oberste Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, soll laut einem Medienbericht schwer erkrankt und nicht ansprechbar sein. Hinweise stammen aus Geheimdienstkreisen, eine offizielle Bestätigung gibt es nicht.

Bericht beruft sich auf Geheimdienstinformationen

Der mutmaßliche Gesundheitszustand von Modschtaba Chamenei sorgt international für Spekulationen. Wie die britische Zeitung "The Times" berichtet, soll sich der 56-Jährige in der religiösen Stadt Ghom in Behandlung befinden – angeblich "nicht bei Bewusstsein" und derzeit nicht in der Lage, politische Entscheidungen zu treffen.

Dem Bericht zufolge basiert diese Einschätzung auf einem diplomatischen Memo, das sich auf US- und israelische Geheimdienstinformationen stützt. Darin ist von einem "kritischen Zustand" die Rede. Unabhängige Bestätigungen dafür liegen allerdings nicht vor.

Widersprüchliche Angaben zu Verletzungen

Bereits nach einem Luftangriff Ende Februar in Teheran, bei dem sein Vater, Ayatollah Ali Chamenei, getötet wurde, gab es unterschiedliche Berichte über den Gesundheitszustand des Sohnes. Offiziell bestätigte Teheran, dass Modschtaba Chamenei dabei verletzt worden sei.

Während US-Medien zunächst von Verletzungen am Bein oder Fuß sprachen, behaupteten oppositionelle iranische Gruppen, der 56-Jährige liege im Koma. Auch aus US-Politikerkreisen gab es Spekulationen über schwere Verletzungen.

Zweifel an öffentlicher Handlungsfähigkeit

Seit seiner Ernennung zum neuen obersten Führer ist Modschtaba Chamenei nicht öffentlich aufgetreten. Weder Reden noch Videoauftritte wurden veröffentlicht. Zwei Erklärungen, die ihm zugeschrieben werden, ließ das Staatsfernsehen lediglich verlesen.

Offizielle iranische Stellen betonen zwar, dass Chamenei im Amt sei. Gleichzeitig erklärte der frühere US-Präsident Donald Trump, er führe Gespräche mit anderen Vertretern des Iran – jedoch nicht mit dem obersten Führer selbst.

Hinweise auf Vorbereitungen in Ghom

Laut dem Bericht sollen in Ghom zudem Vorbereitungen für ein größeres Mausoleum laufen. Beobachter werten dies als mögliches Indiz dafür, dass neben dem verstorbenen Ayatollah auch weitere hochrangige Familienmitglieder dort beigesetzt werden könnten.

Die offizielle Beisetzung von Ali Chamenei wurde iranischen Angaben zufolge verschoben – unter anderem wegen der erwarteten großen Menschenmenge.

(VOL.AT)

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