"Besser heute noch tanken": Wifo-Chef warnt vor weiter steigenden Spritpreisen
Unsicherheit nach Abbruch von Verhandlungen
Nach dem Abbruch von Verhandlungen durch eine US-Delegation in Pakistan sieht Gabriel Felbermayr die Entwicklung kritisch. „Das ist keine gute Nachricht“, hält der Ökonom fest. Hintergrund sind Unsicherheiten rund um den Iran und die wichtige Straße von Hormuz, eine zentrale Route für den globalen Ölhandel.
Erwarteter Preisanstieg bei Energie
Mit Blick auf den Wochenstart rechnet Felbermayr mit steigenden Preisen auf den Energiemärkten. Sobald der Handel mit Erdöl und Gas wieder beginnt, dürfte es „eine gewisse Tendenz nach oben geben“, erklärt er. Daraus leitet er eine konkrete Empfehlung ab: „Also alle, die bis morgen Vormittag tanken, ist wahrscheinlich besser als zu warten.“
Politischer Druck in den USA
Trotz der angespannten Lage zeigt sich Felbermayr vorsichtig optimistisch. In den USA seien hohe Spritpreise ein sensibles Thema. Diese seien zuletzt „um 40, 45 Prozent gestiegen“ – ein Faktor, der politische Auswirkungen haben könnte. Gerade mit Blick auf anstehende Wahlen gebe es daher „gute politische Gründe“, die Krise zu entschärfen.
Prognosen nicht kurzfristig anpassbar
Seine eigenen wirtschaftlichen Prognosen sieht Felbermayr durch die aktuellen Entwicklungen nicht grundsätzlich infrage gestellt. Diese seien bereits vor Ostern erstellt worden und könnten nicht auf kurzfristige Ereignisse reagieren.
Die aktuelle Lage zeige jedoch einmal mehr, wie stark geopolitische Spannungen unmittelbare Auswirkungen auf Energiepreise und damit auch auf Konsumenten haben können.
(VOL.AT)