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Bettwanzen: Wie die Parasiten ins Haus kommen – und was hilft

Warum Bettwanzen kaum zu stoppen sind
Warum Bettwanzen kaum zu stoppen sind ©Canva
Sie reisen im Gepäck, verstecken sich in Matratzen und stechen nachts im Schutz der Dunkelheit: Bettwanzen machen vielen Menschen zunehmend Angst. Die Parasiten sind hartnäckig – und nur mit professioneller Hilfe wieder loszuwerden.

Heimlich im Gepäck: So kommen Bettwanzen ins Haus

Ein Urlaubssouvenir, auf das niemand scharf ist: Bettwanzen reisen besonders gerne in Koffern mit. Wie myHOMEBOOK berichtet, nutzen die Parasiten jede Gelegenheit, um in den privaten Wohnraum einzuziehen – und das völlig unabhängig davon, wie sauber eine Wohnung ist.

Vor allem Orte mit starkem Publikumsverkehr gelten als Risikozonen: Hotels, Hostels, Wohnheime, Pflegeheime, Wanderhütten oder Verkehrsmittel wie Bus, Bahn und Flugzeuge. Einmal eingeschleppt, breiten sie sich schnell weiter aus.

Daran erkennt man Bettwanzen

Ein Befall zeigt sich unter anderem durch:

  • Stiche außerhalb der Mückensaison
  • Sichtbare Tiere in der Nacht
  • Süßlich-bitterer Mandelnote-Geruch
  • Schwarze Kotspuren, Häutungsreste oder kleine Blutflecken auf dem Laken

Auch Steckdosen, Lichtschalter, Bilderrahmen oder Ritzen von Bettgestellen können Verstecke sein.

Hartnäckige Blutsauger: Größe und Lebensweise

Bettwanzen werden bis zu 8,5 Millimeter groß. Aus versteckt abgelegten Eiern schlüpfen Larven, die sich fünfmal häuten. Entscheidend: Vor jeder Häutung brauchen die Tiere eine Blutmahlzeit – am liebsten vom Menschen, aber auch Tiere dienen als Ersatz.

Da Bettwanzen mehrere Monate ohne Nahrung überleben können, bleibt ein Befall oft lange unentdeckt. Die Stiche treten verzögert auf, manchmal erst nach einer Woche. Typisch sind juckende Quaddeln, oft in Gruppen oder in einer Linie.

Wenn der Befall zur psychischen Belastung wird

Auch wenn laut Umweltbundesamt derzeit kein ernsthaftes Risiko für Krankheitsübertragungen besteht – ein Befall kann die Psyche stark belasten. Betroffene berichten von Schlafstörungen, Angstzuständen und dem Gefühl, ständig "überwacht" zu sein.

Besonders schlimm wird es bei massivem Befall, wenn Tiere sogar am Körper sitzen und zwischen Menschen wandern.

Was man selbst tun kann

Zur Unterstützung empfehlen Experten:

  • Kleidung bei 60 Grad waschen oder mindestens drei Tage einfrieren
  • Überflüssige Gegenstände luftdicht entsorgen
  • Staubsaugerbeutel sofort verpacken und entsorgen bzw. Behälter einfrieren
  • Hitze- oder Kältebehandlung: mind. 55 Grad bzw. –18 Grad

Bei schwerem Befall setzen Profis auf die sogenannte Wärmeentwesung. Dabei wird die gesamte Wohnung 50 bis 60 Grad heiß gehalten – mindestens zwölf Stunden lang. Die Methode ist sehr effektiv, aber teuer: Stromkosten können in die Tausende gehen.

Ohne Kammerjäger geht es nicht

Wer Bettwanzen loswerden will, sollte nicht experimentieren. Denn Versuche in Eigenregie scheitern fast immer. Nur professionelle Schädlingsbekämpfer können die Tiere und ihre Eier durch gezielte Insektizid-Behandlungen entfernen. Häufig sind mehrere Einsätze notwendig.

Der Kammerjäger prüft zudem immer, ob der Befall aus der Nachbarwohnung stammt – Bettwanzen können durch Wände wandern.

Warum Nachbarn alarmiert werden müssen

Da Bettwanzen sich durch Wände und Installationsschächte bewegen können, müssen oft mehrere Wohnungen gleichzeitig behandelt werden. Nur so lässt sich der Kreislauf durchbrechen, bevor die Plage wieder von vorn beginnt.

(VOL.AT)

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