Bombenalarm wegen Hotspot: Passagiere müssen Maschine verlassen
Evakuierung kurz vor dem Start
Es war Samstagabend, kurz vor dem Abflug. Eine Boeing 737-800 der niederländischen Airline KLM sollte um 20.30 Uhr von Málaga Richtung Amsterdam starten, als plötzlich Alarm ausgelöst wurde. Der Grund: Ein WLAN-Hotspot mit dem Namen "Allahu Akbar (bomb on board)", den Passagiere an Bord entdeckten und der Crew meldeten.
Die Reaktion folgte prompt. Die Maschine wurde zurück auf eine Parkposition gebracht, die Guardia Civil rückte an. Alle Reisenden mussten das Flugzeug verlassen.
Spürhunde und Durchsuchung
Was folgte, war ein umfangreicher Sicherheitseinsatz. Einsatzkräfte durchkämmten die Maschine, Spürhunde wurden eingesetzt, jedes Gepäckstück erneut kontrolliert. Der Flughafenbetrieb war für mehrere Stunden beeinträchtigt.
Ein Passagier schilderte gegenüber der niederländischen Zeitung „De Telegraaf“: „Es wurde ein riesiger Einsatz. Alle mussten aus dem Flugzeug raus. Die Polizei durchsuchte das Gepäck und das ganze Flugzeug mit Spürhunden.“
Fehlalarm – aber mit Folgen
Nach intensiver Überprüfung stand fest: Es gab keine Hinweise auf Sprengstoff oder eine konkrete Bedrohung. Der Vorfall entpuppte sich als Fehlalarm – ausgelöst allein durch den WLAN-Namen.
Dennoch hatte der Zwischenfall spürbare Konsequenzen. Der Flug hob erst mit rund vier Stunden Verspätung ab und landete gegen drei Uhr morgens sicher in Amsterdam-Schiphol.
Unklarer Ursprung, verunsicherte Passagiere
Wer hinter dem WLAN-Hotspot steckt, ist weiterhin unklar. Laut KLM konnte auch am Tag danach nicht festgestellt werden, von welchem Gerät das Signal ausging. Eine Festnahme gab es bislang nicht.
Unter den Passagieren hinterließ der Vorfall Spuren. Einige wollten nach der Evakuierung nicht mehr einsteigen und zogen eine Übernachtung im Hotel vor. Andere lobten das Verhalten der Crew. „Sie hat die Menschen beruhigt und uns laufend informiert“, berichtete ein Fluggast.
KLM selbst betonte, die Sicherheit habe oberste Priorität gehabt – entsprechend konsequent habe man reagiert.
(VOL.AT)