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Brand in Raffinerie verschärft Treibstoffkrise

Es kam zu mehreren Explosionen.
Es kam zu mehreren Explosionen. ©AFP/Giuliana Elakis
Ein Feuer in einer der wichtigsten Raffinerien Australiens trifft auf eine ohnehin angespannte Lage durch den Iran-Krieg. Die Folgen für Benzinpreise und Versorgung könnten spürbar werden.

Ein Brand in einer der größten Ölraffinerien Australiens hat die ohnehin angespannte Treibstoffversorgung weiter unter Druck gesetzt. Das Feuer brach am Mittwochabend in der Geelong-Raffinerie von Viva Energy südwestlich von Melbourne aus.

Verletzt wurde laut Behörden niemand. Hinweise auf Fremdverschulden gibt es nach ersten Erkenntnissen nicht.

Wichtige Anlage für Australiens Treibstoff

Die betroffene Raffinerie zählt zu nur zwei Anlagen dieser Art im Land. Sie produziert rund zehn Prozent des australischen Bedarfs an Benzin, Diesel und Kerosin. Die Feuerwehr konnte den Brand laut offiziellen Angaben auf die Benzinanlage begrenzen. Dennoch sind die Auswirkungen auf die Versorgung noch unklar.

Produktion läuft eingeschränkt weiter

Australiens Energieminister Chris Bowen erklärte am Donnerstag im Gespräch mit dem Sender ABC, dass die Raffinerie weiterhin Diesel und Kerosin produziere, allerdings auf reduziertem Niveau.

Die Viva-Ölraffinerie in Geelong nach dem nächtlichen Brand. ©AFP

Beim Benzin sieht die Lage kritischer aus. Bowen betonte, es sei keine positive Entwicklung und werde Auswirkungen haben. Wie stark diese ausfallen, sei derzeit noch nicht abschätzbar.

Zusätzlicher Druck durch Iran-Krieg

Die Situation wird durch die geopolitische Lage weiter verschärft. Der Krieg rund um den Iran belastet die globalen Treibstoffmärkte bereits seit Wochen.

Australiens Regierung hat deshalb Maßnahmen ergriffen: Premierminister Anthony Albanese bestätigte Vereinbarungen mit den beiden größten Anbietern Ampol und Viva Energy. Diese sollen den Kauf von Treibstoff zu kriegsbedingt erhöhten Preisen absichern.

Albanese warnte bereits vergangene Woche, dass Lieferunterbrechungen lang anhaltende Folgen haben könnten, selbst bei einer möglichen Waffenruhe.

Unsichere Lage für Verbraucher

Mit dem Brand in Geelong trifft nun ein weiterer Risikofaktor auf eine ohnehin fragile Versorgungslage. Wie stark sich das konkret auf Preise und Verfügbarkeit auswirkt, hängt auch davon ab, wie schnell die beschädigten Anlagen wieder vollständig in Betrieb gehen können.

(VOL.AT)

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