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Brenner-Sperre: Vorarlberg droht massiver Ausweichverkehr

Vor dem Pfändertunnel wird wegen der Brenner-Sperre mit langen Staus gerechnet.
Vor dem Pfändertunnel wird wegen der Brenner-Sperre mit langen Staus gerechnet. ©Philipp Steurer
Wegen der Sperre des Brennerkorridors am Samstag müssen Autofahrer auch in Vorarlberg mit teils langen Staus rechnen. Besonders rund um den Pfändertunnel sowie in und um Lustenau bei der Grenze wird ein hohes Verkehrsaufkommen erwartet.

Die angekündigte Sperre des Brennerkorridors in Tirol wird sich voraussichtlich auch auf den Verkehr in Vorarlberg auswirken. Am Samstag, 30. Mai 2026, ist die Brennerautobahn zwischen Schönberg und Brenner von 11 bis 19 Uhr gesperrt. Grund ist eine Anti-Transit-Demonstration.

Für viele Reisende, die normalerweise über den Fernpass und den Brenner Richtung Italien fahren, fallen damit wichtige Verbindungen weg. Als Ausweichstrecken gelten unter anderem Routen über Salzburg sowie über Vorarlberg, den Pfändertunnel und weiter durch die Schweiz.

ASFINAG rechnet mit 32.000 zusätzlichen Fahrzeugen

Die ASFINAG geht von rund 32.000 zusätzlichen Fahrzeugen auf den Ausweichrouten aus. Dadurch könnte es vor allem im Bereich des Pfändertunnels bei Bregenz zu langen Staus kommen.

Ein Blick durch die ASFINAG-Webcams

Auch rund um Lustenau und an der Grenze zur Schweiz wird mit starkem Verkehr gerechnet. Betroffen ist voraussichtlich auch die Schweizer Autobahn A13 im Bereich Chur. Bereits in der Vorwoche kam es an diesen Stellen zu massiven Verkehrsbehinderungen.

Rotes Kreuz bereitet Notfalltransport per Zug vor

In Tirol bereitet sich auch das Rote Kreuz auf mögliche Verkehrsprobleme vor. Rund um die Sperre wird ein medizinischer Notfalltransport per Zug im Wipptal eingerichtet. Er soll eingesetzt werden, wenn Straßen blockiert sind und ein Hubschrauber etwa wegen Schlechtwetters oder Flugsperren nicht fliegen kann.

©ÖAMTC

Am Demonstrationstag werden die lokalen Rettungswagen-Kapazitäten zeitweise von drei auf sechs Fahrzeuge erhöht. Zusätzlich bleiben lokale Hilfsnetzwerke, die Sondereinsatzgruppe und die Motorradstaffel in erhöhter Bereitschaft.

Behörden raten zu großräumiger Umfahrung

Die Behörden empfehlen, Tirol am 30. Mai 2026 großräumig zu umfahren. Wer keine dringende Fahrt geplant hat, sollte nach Möglichkeit ausweichen oder Fahrten verschieben. An den Grenzen sind Polizeikontrollen angekündigt, um den Verkehr zu regulieren.

(VOL.AT)

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