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Budapest wartet auf den neuen König Europas

Am Samstag wird in Budapest um Euopas Krone gespielt.
Am Samstag wird in Budapest um Euopas Krone gespielt. ©AFP
Im Champions-League-Finale treffen am Samstag in Budapest Paris Saint-Germain und Arsenal aufeinander. Während PSG als Titelverteidiger Geschichte schreiben will, hoffen die Londoner auf den ersten Triumph in der Königsklasse.

Zwei Teams, zwei Geschichten

Wenn am Samstag in der Puskás Aréna in Budapest das Finale der Uefa Champions League angepfiffen wird, stehen sich zwei Vereine mit unterschiedlichen Ausgangslagen gegenüber. Paris Saint-Germain geht als Titelverteidiger ins Endspiel und könnte nach Real Madrid erst die zweite Mannschaft werden, die seit Einführung der Champions League im Jahr 1992 den Titel erfolgreich verteidigt.

Ein Blick auf den Block der PSG-Anhänger. ©GEPA

Die Franzosen hatten im Vorjahr Arsenal bereits im Halbfinale ausgeschaltet und sich im Finale deutlich mit 5:0 gegen Inter Mailand durchgesetzt. Mit Ballon-d’Or-Gewinner Ousmane Dembélé verfügt PSG erneut über einen der prägenden Spieler des Wettbewerbs. Arsenal-Verteidiger William Saliba bezeichnete die Pariser im Vorfeld als weiterhin "furchteinflößend".

Ballon-d'Or-Gewinner Ousamane Dembele. ©AFP

PSG setzt auf Selbstvertrauen

Auch abseits des Rasens zeigt sich das gewachsene Selbstverständnis des französischen Spitzenklubs. Mit aufwendig produzierten Inhalten stimmt PSG seine Anhänger auf das Endspiel ein. Verteidiger Lucas Hernandez betonte die Bedeutung der Partie: "Wir wissen alle, was auf uns zukommt: Es ist das wichtigste Spiel der Saison. Wir können unsere Namen noch tiefer in die Geschichte des Vereins, von Paris Saint-Germain und sogar des französischen Fußballs einprägen."

Arsenal träumt vom ersten Titel

Arsenal reist mit viel Selbstvertrauen nach Budapest. Die Londoner feierten zuletzt ihren ersten Meistertitel seit 22 Jahren und wollen nun die erfolgreiche Saison mit dem Gewinn der Champions League veredeln.

Um dieses Schmuckstück geht es am Samstag. ©GEPA

Trainer Mikel Arteta sieht sein Team bereit für den nächsten Schritt. "Wir haben unsere Standards angehoben, aber jetzt müssen wir die nächste Stufe erreichen", sagte der Spanier. "Wir müssen dort hinfahren und die Champions League gewinnen, das ist uns vollkommen klar."

Arteta hatte Arsenal 2019 übernommen und den Verein seither schrittweise zurück an die europäische Spitze geführt. Mit gezielten Personalentscheidungen, der Entwicklung eigener Talente wie Bukayo Saka und einer klaren sportlichen Linie entstand ein Team, das nun vor dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte steht.

Starke Defensive gegen große Offensivkraft

Die große Stärke Arsenals liegt in dieser Champions-League-Saison vor allem in der Defensive. In 14 Spielen kassierten die Engländer lediglich sechs Gegentore. "Wir haben in dieser Saison die beste Defensive. Und wenn du der Beste bist, willst du gegen die Besten spielen", sagte Saliba.

William Saliba ist der Chef im Abwehrbollwerk der Gunners. ©AFP

PSG hält dagegen mit einer beeindruckenden Offensive. Die Franzosen erzielten bislang 44 Tore im laufenden Wettbewerb und liegen damit nur knapp unter dem Champions-League-Rekord des FC Barcelona aus der Saison 1999/2000 mit 45 Treffern.

Unterschiedliche Wege nach Budapest

Auch der Weg ins Finale verlief für beide Mannschaften unterschiedlich. Arsenal dominierte die Gruppenphase mit acht Siegen aus acht Spielen und setzte sich anschließend gegen Bayer Leverkusen, Sporting Lissabon und Atlético Madrid durch.

PSG musste nach Rang elf in der Gruppenphase zunächst den Umweg über die Play-offs nehmen. Dort setzten sich die Franzosen gegen Monaco durch, ehe weitere Erfolge gegen Chelsea und Liverpool folgten. Im Halbfinale rang PSG schließlich Bayern München nach Hin- und Rückspiel mit insgesamt 6:5 nieder.

Am Samstag entscheidet sich nun, ob Paris Saint-Germain seine Dominanz in Europa weiter ausbaut oder Arsenal erstmals den wichtigsten Klubtitel des Kontinents gewinnt.

(VOL.AT)

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