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Caritas-Beschäftigte bekommen 2,6 % mehr – diese Extras kommen dazu

Nach drei Verhandlungsrunden haben sich Gewerkschaften und Arbeitgeber beim Caritas-Kollektivvertrag geeinigt.
Nach drei Verhandlungsrunden haben sich Gewerkschaften und Arbeitgeber beim Caritas-Kollektivvertrag geeinigt. ©APA
Mehr Geld ab April und neue Verbesserungen: Nach drei Verhandlungsrunden haben sich Gewerkschaften und Arbeitgeber beim Caritas-Kollektivvertrag geeinigt. Was das Plus von 2,6 Prozent konkret bringt – und wer profitiert.

Einigung nach drei Verhandlungsrunden

Nach drei "intensiven und konstruktiven" Verhandlungsrunden haben sich die Gewerkschaften GPA und vida sowie der Verein karitativer Arbeitgeberinnen (VkA) auf einen neuen Kollektivvertrag geeinigt. Betroffen sind mehr als 17 000 Beschäftigte in über 40 gemeinnützigen Organisationen – darunter die Caritas. Der Kollektivvertrag gilt für sieben Bundesländer - Vorarlberg und Tirol ausgeschlossen. In Vorarlberg gibt es den AGV, hier gab es bereits im Jänner einen Abschluss.

Die Einigung wurde am Dienstagabend erzielt und am Mittwoch per Aussendung bestätigt. Sie gilt für die Jahre 2026 und 2027.

Plus 2,6 Prozent ab 1. April 2026

Kernpunkt des Abschlusses ist eine Erhöhung der Kollektivvertragsgehälter um 2,6 Prozent ab 1. April 2026. Das Plus gilt auch für Zulagen und Zuschläge.

Zusätzlich wurde bereits eine weitere Anpassung vereinbart: Ab 1. Jänner 2027 steigen die Gehälter um mindestens 2,3 Prozent, abhängig von der Inflationsentwicklung.

Der Pflegezuschuss in Höhe von 135,50 Euro brutto pro Vollzeitmonat wird für zwei Jahre fortgeschrieben.

Zusätzliche freie Tage und neue Gehaltsstufe

Neben den Gehaltserhöhungen wurden auch mehrere rahmenrechtliche Verbesserungen beschlossen, die ab 1. Jänner 2026 gelten – teilweise rückwirkend:

  • Eine zusätzliche Woche Pflegefreistellung für Eltern, die für Kinder mit Behinderung eine erhöhte Familienbeihilfe beziehen
  • Anrechnung von Präsenzdienstzeiten als Vordienstzeiten bei Neueintritten
  • Fünf Tage bezahlte Freistellung für Lehrlinge im Modell "Lehre mit Matura"

Ab 2027 wird zudem eine neue Gehaltsstufe ab dem 18. Berufsjahr eingeführt. Damit sollen besonders langjährige Beschäftigte von einem zusätzlichen Biennalsprung profitieren.

"Verantwortungsvoller Abschluss" unter Spardruck

Arbeitgebervertreter und Caritas-Vizepräsident Alexander Bodmann sprach von einem verantwortungsvollen Abschluss in einem "besonders herausfordernden Jahr". Der Kompromiss erkenne die Leistungen der Mitarbeitenden an und berücksichtige gleichzeitig den starken Spardruck von Bund, Ländern und Fördergebern.

Seitens der Gewerkschaften bezeichnete GPA-Chefverhandlerin Eva Scherz das Ergebnis als "harten, aber realistischen Kompromiss" angesichts knapper öffentlicher Mittel. Michaela Guglberger von der Gewerkschaft vida betonte vor allem die Verbesserungen für langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

(APA/VOL.AT)

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