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Das bedeutet die Sperre der Hochalpenstraße für den Tourismus

Katharina Schad (VOL.AT) katharina.schad@russmedia.com
Die Sperrung der Hochalpenstraße bis mindestens 2030 hat gravierende Auswirkungen auf den Tourismus im Montafon, insbesondere für Vermieter und Gastronomen, die unter dem ausbleibenden Tagestourismus leiden.

Die Hochalpenstraße von Partenen nach Galtür lässt auch im heurigen Sommer seine Schranken geschlossen. Wie die Illwerke vkw als Eigentümer mitgeteilt haben, sind umfangreiche Sicherungsmaßnahmen möglich, die eine Wiedereröffnung vor 2030 unmöglich machen. Für den Montafoner Tourismus hat das fatale Folgen - insbesondere für die Gemeinde Gaschurn-Partenen. Das wurde bei einem Lokalaugenschein deutlich.

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Heinz Kogoj ist Privatvermieter. ARCHIVBILD ©Schad/VOL.AT

Heinz Kogoj ist Partener und Privatervermieter. Er sieht die Sperre der Hochalpenstraße kritisch, obschon er Verständnis für die Sicherungsmaßnahmen hat. "Das Behördenverfahren ist bei uns einfach zu träge. Es beginnt erst imSommer, dabei könnte man dann schon arbeiten… Das Ganze gehört beschleunigt und es geht in meinen Augen nicht, dass Gastronomen und Vermieter darunter leiden. Illwerke, BH und Land sind da einfach zu langsam", ärgert er sich.

Insbesondere Tagestourismus fehlt

Dem schließt sich auch Sabine Kössler an. Die Partnerein ist selbst Gastronomin und sieht die Problematik vor allem im Gasthaussterben, das ohnehin schon Thema sei. "Wenn jetzt auch noch der Tagestourismus wegfällt, alle Motorradfahrer etwa, werden die Umsätze im Sommer stark einbrechen. Der Sommer ist ohnehin schon immer schwierig."

Sabine Kössler ist Gastronomin aus Partenen. ©Schad/VOL.AT

Über die Öffnung der Vermuntbahn zeigen sich beide beim Lokalaugenschein sehr erfreut. "Das ist eine gute Option, damit die Gäste in die Silvretta kommen", so Kössler. "Es wird in den nächsten Wochen ein Treffen geben, bei dem wir uns alle zusammensetzen und die bestmögliche Lösung für die Bahn erarbeiten. Ich würde mir etwa wünschen, dass die Betriebszeiten verlängert werden - vllt von 7 Uhr bis 19 Uhr, damit auch große Bergtouren zeitlich möglich sind", erklärt Kogoj. Das Fahrerlebnis und die Flexibilität der Straße können durch die Bahn dennoch nicht ersetzt werden. Da sind sich die beiden Montafoner einig.

Ärger über die lange Bauzeit

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Die Hänge auf der Straße müssen umfangreich gesichert werden. ARCHIVBILD ©Schad/VOL.AT

Beim Lokalaugenschein wurde außerdem deutlich, dass insbesondere Vermieter von kleineren Pensionen oder Ferienwohnungen mit der Schließung der Straße zu kämpfen haben. Die Buchungen liefen schleppend und die typischen Motorradfahrer, die oftmals für nur eine Nacht ins Tal kommen, fehlten bislang gänzlich. Das führt zu Unsicherheit - vor allem mit Blick in die Zukunft. Denn ob die Straße 2030 wirklich aufsperren kann, sehen die Montafoner durchweg kritisch. Zwar herscht im Tal viel Vertsändnis für die nötigen Sicherungsmaßnahmen, der Ärger über den Zeitplan ist aber deutlich spürbar. "Wenn man ins Paznaun schaut, wurde dort innerhalb eines Sommers ein Tunnel gebaut. Das ist hier unedenkbar", ärgert sich Kogoj. Ein neues Kraftwerk hingegen sei schnell errichtet.

"Wichtiges Signal für die Region"

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Bürgermeister Daniel Sandrell ARCHIVBILD ©Schad/VOL.AT

Bürgermeister Daniel Sandrell versteht die Sorge der Gastegeber: "Mir ist bewusst, dass die Sperre der Silvretta-Hochalpenstraße für viele Betriebe eine Herausforderung darstellt. Umso mehr ist es aus meiner Sicht ein wichtiges Signal und ein klares Bekenntnis der Illwerke vkw zur Region, dass hier erhebliche Mittel in eine sichere und zukunftsfähige Straßenverbindung investiert werden. Damit wird Verantwortung übernommen und gleichzeitig eine klare Perspektive geschaffen, wann die Verbindung ins Paznaun wieder uneingeschränkt zur Verfügung stehen kann." Gleichzeitig verweist er auf die "hervorragenden Rahmenbedingungen" abseits der Hochalpenstraße. "Unsere Bergbahnen sind in Betrieb, ein weitläufiges Wandergebiet steht zur Verfügung und die Vielzahl an Freizeitmöglichkeiten in der Region bietet unseren Einheimischen und Gästen sowohl im Sommer als auch im Winter beste Bedingungen." Zudem habe man mit der Vermuntbahn eine gute Lösung gefunden, die den Weg in die Silvretta für Wanderer frei macht.

(VOL.AT)

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