Ob mitten in Europa oder am anderen Ende der Welt: Die elf kleinsten Länder der Erde punkten trotz ihrer geringen Größe mit überraschender Vielfalt. Von historischen Städten über unberührte Natur bis zu exklusivem Luxus bieten diese Mini-Staaten unverwechselbare Reiseerlebnisse.
Vatikan: Der kleinste Staat der Welt
Mitten in Rom liegt der Vatikan – flächenmäßig der kleinste unabhängige Staat weltweit. Gerade einmal 0,44 Quadratkilometer misst das Kirchenzentrum der katholischen Welt. Rund 800 Menschen leben hier. Dennoch zieht der Zwergstaat jährlich fast fünf Millionen Besucher an. Besonders beliebt: der Petersdom und die päpstliche Kunstsammlung in den Vatikanischen Museen.
Monaco: Luxus auf zwei Quadratkilometern
Das Fürstentum Monaco an der Côte d’Azur ist Inbegriff von Reichtum und Glamour – und mit nur zwei Quadratkilometern Fläche der zweitkleinste Staat der Welt. Vor allem das berühmte Casino von Monte Carlo, teure Jachten und der botanische Garten Jardin Exotique mit Tropfsteinhöhle machen den Stadtstaat zum Magnet für Reisende mit gehobenen Ansprüchen.
Nauru: Natur pur im Pazifik
Nauru ist mit nur 21 Quadratkilometern der kleinste Inselstaat weltweit. Die Koralleninsel bietet traumhafte Tauchspots, blaue Korallen und weiße Sandstrände. Zu den Höhepunkten zählen die Anibare-Bucht, der unterirdische Moqua Well und eine bizarre Mondlandschaft, geformt durch den Phosphatabbau.
Tuvalu: Der unbekannteste Staat Ozeaniens
Mit nur 2700 Touristen im Jahr zählt Tuvalu zu den am wenigsten bereisten Ländern weltweit. Der 26 Quadratkilometer kleine Inselstaat besteht aus neun Atollen und Inseln. Seine Attraktionen: glasklares Wasser, reiche Korallenriffe und völlige Abgeschiedenheit.
San Marino: Eine Republik hoch oben
San Marino ist mit 61 Quadratkilometern nicht nur winzig, sondern auch die älteste bestehende Republik der Welt. Auf dem Monte Titano erbaut, gehört die Altstadt zum UNESCO-Welterbe. Die drei Festungstürme Guaita, Cesta und Montale sowie der Palazzo Pubblico sind die bekanntesten Sehenswürdigkeiten.
Liechtenstein: Alpenland im Kleinformat
Zwischen Österreich und der Schweiz liegt das 160 Quadratkilometer große Liechtenstein. 2018 verzeichnete es mit etwa 100.000 Gästen die niedrigste Besucherzahl Europas. Dabei locken Bergwanderungen, Skigebiete und das Schloss Vaduz, Sitz der Fürstenfamilie.
Marshallinseln: Paradies mit Risiko
Die Marshallinseln umfassen rund 1000 Inseln – auf insgesamt nur 181 Quadratkilometern. Wegen ihrer niedrigen Lage gelten sie als besonders vom steigenden Meeresspiegel bedroht. Touristische Highlights sind das Bikini-Atoll, das Arno-Atoll und die Copra-Fabrik auf Majuro.
Cookinseln: Südseetraum auf 236 Quadratkilometern
Feiner Sand, türkisblaues Wasser und eine reiche Inselkultur – die 15 Cookinseln im Südpazifik bieten alles, was das Herz begehrt. Beliebte Ziele sind Muri Beach, One Foot Island, Suwarrow und der 413 Meter hohe Felsen Te Rua Manga.
Niue: Ein Geheimtipp
Niue ist mit 260 Quadratkilometern kaum größer als die Cookinseln, aber deutlich weniger bekannt. Die Insel besticht durch hervorragende Tauchbedingungen, Regenwaldwanderungen und Höhlen wie Vaikona Chasm oder Togo Chasm.
St. Kitts und Nevis: Karibik auf kleinstem Raum
Der kleinste Staat Amerikas misst 261 Quadratkilometer. Neben Stränden wie Pinneys Beach auf Nevis bietet St. Kitts auch kulturelle Höhepunkte wie die Brimstone Hill Fortress und eine spektakuläre Panoramafahrt mit der St. Kitts Scenic Railway.
Malediven: Asiens kleinster Staat, aber touristischer Riese
Mit 298 Quadratkilometern Fläche sind die Malediven der kleinste Staat Asiens. Vor der Pandemie kamen jährlich 1,7 Millionen Touristen. Zu Recht: Die Inselgruppe überzeugt mit Traumstränden und einer einzigartigen Unterwasserwelt mit Korallen, Haien und Schildkröten.
(VOL.AT)